Stürmer ist jetzt ein Roter Teufel

Daniel Hanslik will für den 1. FC Kaiserslautern treffen

Unterschrift: Daniel Hanslik unterzeichnete im Oktober seinen Vertrag beim 1. FC Kaiserslautern.
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Unterschrift: Daniel Hanslik unterzeichnete im Oktober seinen Vertrag beim 1. FC Kaiserslautern.

Der 24 Jahre alte Fußballer Daniel Hanslik aus Bad Hersfeld geht für den 1. FC Kaiserslautern in der 3. Liga auf Torejagd. Am Samstag spielen die Roten Teufel gegen Magdeburg

Bad Hersfeld/Kaiserslautern - Das Heimspiel in der dritten Liga gegen Hansa Rostock in der ersten Novemberwoche war ein besonderes für den 1. FC Kaiserslautern. Die verstorbene Vereinslegende und Kapitän der Weltmeistermannschaft von 1954 Fritz Walter wäre wenige Tage vor dem Spiel 100 Jahre alt geworden. Der 1. FCK hatte sich für diesen Anlass einiges einfallen lassen. Neben zahlreichen Dokumentationen und Ausstellungen über Fritz Walter, trat die Profimannschaft der Roten Teufel mit einem Sondertrikot gegen Hansa Rostock an.

Einer der elf Spieler, die dieses Trikot von Beginn an tragen durften, ist der in Bad Hersfeld geborene Stürmer Daniel Hanslik. Eigentlich steht Hanslik beim Zweitligisten Holstein Kiel unter Vertrag. Doch für diese Saison ist er an den Traditionsclub aus der Pfalz ausgeliehen. Da die Leihe erst am letzten Tag des Transferfensters am 5. Oktober zustande kam, hatte Hanslik kaum Zeit sich in der neuen Stadt zu akklimatisieren. „Als klar war, dass die Leihe klappt, habe ich in meiner Wohnung in Kiel das nötigste zusammengepackt und bin abends noch mit dem Auto nach Kaiserslautern gefahren, damit ich am nächsten Tag trainieren konnte“, erzählt der 24-Jährige.

Aufgrund der Corona Situation musste Hanslik die ersten Wochen in Kaiserslautern alleine im Hotel verbringen. „Meine Freundin und ich haben einen Hund. Mit Haustieren ist es sowieso nicht so leicht eine geeignete Wohnung zu finden. Die momentane Situation hilft da nicht.“ Auch sportlich läuft es für den Mittelstürmer mit polnischen Wurzeln und den krisengebeutelten Club nicht besonders gut.

Am letzten Spieltag gelang Kaiserslautern zwar der erste Saisonsieg beim Auswärtsspiel in Zwickau. Doch davor spielte der FCK fünfmal Unentschieden und verlor drei Spiele. Dies bedeutet aktuell Platz 16 in der Tabelle. „Unser Problem ist, dass wir häufig die Anfangsphasen der Partien verschlafen und dann meistens einem Rückstand hinterherlaufen müssen. Dies erklärt auch die vielen Unentschieden“, analysiert Hanslik. Er selbst kam seit seiner Leihe in vier von sechs Spielen von Beginn an zum Einsatz und bereitete ein Tor vor.

Der Pandemie geschuldet finden mittlerweile auch die Spiele der dritten Liga ohne Zuschauer statt. Für Kaiserslautern ist das besonders bitter, erklärt der Stürmer. „Natürlich ist das schade. Im Derby gegen Waldhof Mannheim waren immerhin noch etwa sechstausend Menschen im Stadion. Normalerweise wären es fünfmal so viele gewesen. Wenn der Betzenberg voll ist, kann er eine ganz eigene Energie entwickeln und die Mannschaft nach vorne peitschen. So erzählen das zumindest meine Mitspieler die schon länger beim FCK spielen. Aber die Bekämpfung des Virus hat natürlich Vorrang. Die Zeiten werden sich ja hoffentlich irgendwann wieder ändern“.

Am Samstag findet das nächste Heimspiel vor leeren Rängen statt. Zu Gast im Fritz-Walter-Stadion ist diesmal der Tabellenvorletzte des 1. FC Magdeburg. Daniel Hanslik eigentlich als Torjäger bekannt, hofft darauf, in diesem wichtigen 6-Punkte-Spiel, seinen ersten Treffer für den Traditionsverein aus der Pfalz erzielen zu können.

Von Niklas Hampe

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