Handballer Mario Malsch - eine Säule der WHO

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In seinem Element: Rechtsaußen Marco Malsch beim Torwurf. Sein Trainer Jörg Fischer lobt den 26-Jährigen in den höchsten Tönen. 

Heringen/Obersuhl – „Das Wochenende entscheidet“, sagt Marco Malsch vom Handball-Landesligisten HSG Werra WHO vor dem heutigen Spiel bei der HSG Twistetal.

Und das würde Marco Malsch sehr treffen. Denn der Rechtsaußen geht trotz seiner 26 Jahre schon als Urgestein seines Klubs durch. Seit neun Jahren spielt er in der ersten Mannschaft, zuvor war er bereits in der A-, B- und C-Jugend der damaligen HSG Widdershausen/Heringen aktiv.

„Dabei habe ich zunächst wie viele mit dem Fußball angefangen“, erzählt Marco Malsch. Der ehemalige sportliche Leiter des Vereins, Achim Schneider, habe ihn dann aber zum Handball gebracht. Einige Jahre nahm Malsch die Doppelbelastung beider Sportarten auf sich, dann entschied er sich für den Handball. Und es war schnell klar, dass er auf das richtige Pferd gesetzt hatte: Mit seiner Mannschaft spielte er in seinem letzten Nachwuchsjahr in der Junioren-Oberliga. „Das war schon eine tolle Erfahrung“, erinnert sich Marco Malsch, der damals noch auf Halblinks spielte. „Auf der Position habe ich angefangen“, verrät er. „Erst im zweiten jahr bei den Männern bin auf Rechtsaußen gewechselt.“

Da spielte die WHO in der Bezirksoberliga, und der bislang größte Erfolg in Malschs Karriere sollte noch folgen: Als überlegener Meister stieg die WHO in der vergangenen Spielzeit in die Landesliga auf. „Das war das Höchste“, sagt Malsch rückblickend. Nur eine Niederlage und ein Unentschieden schaffte die Konkurrenz gegen die WHO – alle anderen Spiele gewannen die Männer aus Widdershausen, Heringen und Obersuhl.

Das sieht nun grundlegend anders aus. Malschs Team war von Anfang an der Underdog der Liga, kam erst in den vergangenen Wochen zu einigen Erfolgserlebnissen. „Das war und ist schon extrem“, sagt der 26-Jährige. „Da musst du dich immer neu motivieren, dir immer wieder sagen, dass die Mannschaft mithalten kann.“

So wie beim überraschenden 31:30 vor zwei Wochen gegen Viktoria Bettenhausen, den Mitaufsteiger aus Kassel. Es war Malschs erste Spiel nach einer dreiwöchigen Verletzungspause. „Ich hatte eine Innenband-Überdehnung“, erzählt der Rechtsaußen, der sein Comeback mit dem entscheidenden Tor zum 31:30-Endstand krönte – seinem einzigen Treffer in diesem Spiel.

„Marco ist eine Säule der Mannschaft“, sagt sein Trainer Jörg Fischer über den Familienvater, der im Gespräch so ruhig wirkt, wie er auf dem Spielfeld nicht immer bleibt. „Auf dem Feld kann ich sehr laut werden, auch auf der Bank bin ich voll dabei“, gibt Malsch zu und hat dafür eine einfache Erklärung: „Als Außenspieler bleiben mir ja nur Worte, um zu motivieren und zu dirigieren. Die Mittelleute haben da mehr Möglichkeiten.“

Auch sein Trainer weiß: „Marco kann auf dem Feld schon ein Heißsporn sein, das gehört bei ihm einfach dazu.“

Doch er lobt seinen Schützling nicht nur als bodenständigen Menschen, sondern sagt zusätzlich: „Auch außerhalb des Spielfelds ist er ein unheimlich wichtiger Spieler – für den Zusammenhalt der Mannschaft.“

So wird es wohl auch in diesen Tagen sein – am Wochenende, das entscheidet.

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