Handball: WHO verliert nach schwacher erster Hälfte 

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War mit drei Toren gegen Fuldatal/Wolfsanger erfolgreich: WHO-Außenspieler Marco Malsch.

Obersuhl. Im Heimspiel unterlag die HSG Werra WHO, Letzter gegen der Handball-Landesliga Nord, gegen den Tabellenzweiten HSG Fuldatal/Wolfsanger mit 24:32 (7:14).

Obersuhl. Schlusslicht gegen den Tabellenzweiten – so lautete die Paarung am Samstag in Obersuhl. Entsprechend waren große Teile des Spiels und das Ergebnis. Im Heimspiel unterlag die HSG Werra WHO, Letzter gegen der Handball-Landesliga Nord, gegen die HSG Fuldatal/Wolfsanger mit 24:32 (7:14).

Allerdings hielt sich die Niederlage, die von allen erwartet worden war, in der zweiten Hälfte in Grenzen. Hätten sich die Gastgeber nach einer sehr schwachen Anfangsviertelstunde nicht gefangen, die Klatsche wäre wesentlich deutlicher ausgefallen.

Jörg Fischer war zwar nicht mit dem Ergebnis, aber mit der zweiten Halbzeit sehr zufrieden. „Sicher haben wir heute wieder keine Punkte geholt. Das war auch nicht zu erwarten. Für Einsatz und Spielweise der Mannschaft nach der Pause muss ich ihr aber ein großes Kompliment ausstellen. Da hat alles ganz prima geklappt“, sagte der WHO-Coach.

Der erste Abschnitt geriet dagegen zum Debakel. „Da waren wir schlecht, uns hat einfach die Effektivität gefehlt“, sagt der Coach, der in dieser Woche noch einmal auf Ursachenforschung gehen will: „Weiß der Himmel, was da los war, was da in den Köpfen vorgegangen ist.“ War es die Nervosität, die Angst vor dem Gegner oder vor der erneuten Pleite? – Jedenfalls lagen die Platzherren nach gut einer Viertelstunde mit 1:6 zurück, als Fischer das erste Mal eine Auszeit nehmen musste, um auf seine Spieler einzureden. Bis dahin hatten lediglich Robin Schneider und Marco Malsch für die WHO-Farben getroffen, die anderen gingen bis zu diesem Zeitpunkt noch leer aus.

Zum Beispiel auch Linksaußen Frantisek Chyba, der teilweise hart attackiert wurde und nur zu einem Tor kam. Oder auch Nebojsa Raljic, dessen Würfe oft zu hoch angesetzt waren. Obendrein vergaben Jan-Uwe Berz und Raljic noch drei Strafwürfe. Fuldatals Keeper Rene Hüsken hatte einen bärenstarken Tag erwischt.

Beim Gast dagegen lief die Tempogegenstoßmaschine auf Hochtouren. Bester Werfer war Adrian Rudolph, der jedes Mal, wenn ein WHO-Spieler vergab, den folgenden Gegenstoß verwandelte. Erst als sich Kevin Schottmann im WHO-Tor – er stand seinem Gegenüber Hüsken in nichts nach – auf die Würfe einstellte, besserte sich das Spiel der Gastgeber. Der geringste Abstand waren sieben Treffer. Hallensprecher Erwin Budesheim hatte zum Schluss den passenden Stepi-Spruch parat: „Wir werden es verkraften. Das Leben geht weiter.“ Nächsten Samstag erwartet die WHO den Hünfelder SV. Eine knappe Niederlage wäre schon ein Erfolg.

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