Handball: WHO muss Chancen besser verwerten

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WHO-Trainer Jörg Fischer (links) war nach dem Derby in Hersfeld nicht wirklich mit seinem Team zufrieden. 

Obersuhl – Nächste schwere Aufgabe für die Werra WHO: Das Schlusslicht der Handball-Landesliga trifft am Samstag auf Großenlüder. Spielbeginn in Obersuhl:  17.30 Uhr.

Die wichtigste Frage an Jörg Fischer, den Trainer der Gastgeber, ist die nach dem Personal. Denn bei der 22:27-Niederlage im Derby beim TV Hersfeld fehlten mit Hermann Bach, Benny Krause und Marco Malsch gleich drei Korsettstangen. Nichtsdestotrotz verkaufte sich der Aufsteiger in der Geistalhalle etwa 40 Minuten ganz ordentlich. Fischer aber ist sich alles andere als sicher, ob er am Samstagabend auf seine Rückkehrer setzen kann. „Marco Malsch wird sicher noch eine Woche brauchen. Bei den anderen beiden müssen wir abwarten“, sagt der Coach nur.

Was er letztendlich von der Derby-Leistung seiner Mannschaft halten soll, weiß er auch nicht so richtig. Ein komisches Spiel sei das gewesen, so Fischer. Aber warum? „Für uns wäre mehr drin gewesen, wenn wir 60 Minuten konzentriert gespielt hätten.“ Hätte, hätte, Fahrradkette.

Vor allem mit der Chancenverwertung seiner Mannschaft war Fischer überhaupt nicht einverstanden – und beschreibt diese mit nur einem Begriff: mangelhaft. Während die Gäste das Spiel der Hersfelder über den Kreis mit den Krause-Brüdern ganz gut im Griff hatten, kassierten sie zu viele Tore über Außen.

Wie dem auch sei: Wenn das Schlusslicht gegen Großenlüder auch nur ansatzweise eine Chance haben will, muss eine bessere Abwehrleistung her. Großenlüder sei ein Brett – ein Team, das „eine ordentliche Körperlichkeit“ mitbringe. Und noch dazu eine immense Durchschlagskraft. 521 Treffer in 16 Spielen sind mit Abstand die meisten der Liga. Und entsprechen pro Partie etwa 33 Toren. So befinden sich mit Dominik Malolepszy (105 Tore), Benedikt (97) und Lukas Dimmerling (95) gleich drei Akteure unter den ersten sechs der Torjägerliste.

Was aber ebenfalls auffällt: Nur die WHO (489) und Viktoria Bettenhausen (485) haben mehr Gegentreffer kassiert als der Tabellendritte Großenlüder/Hainzell (481).

Geht da also vielleicht doch etwas für die Gastgeber? „Wir müssen alles reinhauen, brauchen aber auch eine gewisse Lockerheit und dürfen in eigener Halle keine Wunderdinge versuchen“, verlangt Fischer. Und das diesmal über 60 Minuten.

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