Handball: Der TVH und das Problem der zweiten Halbzeit

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Nicht aufzuhalten: Luisa Teichmann (am Ball) warf 14 Tore – mehr als die Hälfte aller TVH-Treffer gingen damit auf ihr Konto.

Bevor vier spielfreie Wochen warten, hat der TV Hersfeld in der Handball-Landesliga der Frauen auch den Heimauftakt gewonnen. Der TVH bezwang die HSG Twistetal 26:21.

Nach anfänglichem Abtasten und einem 4:4 nach zehn Minuten fanden die Gastgeberinnen immer besser ins Spiel und lagen nach einer Viertelstunde bereits mit vier Treffern in Führung. Auch durch eine Auszeit des Gästeteams und die anschließende Manndeckung gegen Luisa Teichmann ließen sie sich nicht aus dem Konzept bringen und setzten sich immer weiter ab. Die HSG hatte dem nicht viel entgegenzusetzen, wirkte über weite Strecken nervös und beging ein ums andere Mal technische Fehler.

Entsprechend gingen die Hersfelderinnen verdient mit einer Führung von 15:8 in die Pause – taten sich nach dem Wiederanpfiff jedoch wie schon in der Vorwoche äußerst schwer. Die eine oder andere Unaufmerksamkeit paarte sich nun mit vergebenen Chancen, und zu keiner Zeit gelang es den Hersfelderinnen, an die Souveränität der ersten Hälfte anzuknüpfen. Die Twistetalerinnen, in Halbzeit zwei etwas stärker als vorher, nutzten diese Hersfelder Schwäche, um bis auf 14:16 (42.) heranzukommen.

Zwar gelang es dem TVH daraufhin, die Gäste zumindest nicht noch weiter heranrücken zu lassen, richtig abschütteln ließen sich diese jedoch nicht. Das „Mädels, ruhig zu Ende spielen!“, das Betreuer Frank Berg einige Minuten vor dem Abpfiff am Spielfeldrand rief, schienen seine Spielerinnen jedoch ernst zu nehmen. In der Schlussphase spielten sie die Partie abgeklärt runter – und siegten am Ende 26:21.

„Das Fazit lautet eigentlich wie immer: Stark angefangen und stark nachgelassen“, meinte Trainerin Teichmann nach dem Spiel, war aber insgesamt zufrieden. Weder Kondition noch Mentalität seien ein Problem, dennoch habe ihre Mannschaft die zweite Halbzeit wieder einmal verpennt. „Warum das so ist, weiß ich nicht“, sagte sie, „aber wir werden versuchen, das in den nächsten vier Wochen zu analysieren.“

TVH:Otterbein, Hollstein - Spill, Raguse, Teichmann (14/7), Berg (6), Hoffelner (1), Trender (2), Hildebrand, Herrmann, Hedrich (1), Braun (2). Zuschauer:120

Von Kristina Marth

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