Handball: TV Hersfeld möchte ans Hünfeld-Spiel anknüpfen

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Seit vergangener Woche wieder dabei: Lasse Reinhardt (TVH, Mitte), der zuletzt eine Gesichtsverletzung hatte und gegen Hünfeld erneut einen Schlag abbekam.

Bad Hersfeld – Nach dem Derbysieg in Hünfeld bekommen die Landesliga-Handballer des TV Hersfeld erneut eine harte Nuss zu knacken.

Die HSG Großenlüder/Hainzell gibt am Samstag ab 18.30 Uhr ihre Visitenkarte in der Geistalhalle ab. Auf der steht unter anderem: Tabellendritter - mit weitem Abstand beste Offensive der Liga - im Hinspiel 36:27-Sieger über den TVH. Im Kleingedruckten allerdings ist vermerkt: Immerhin schon sechs Saisonniederlagen, drei davon auswärts.

 Die Lage

An und für sich sind beide Teams jenseits von Gut und Böse. 27:13 Punkte haben die Gäste als Dritte - drei hinter Fuldatal/Wolfsanger, acht hinter den enteilten Vellmarern, die auch schon ihren Aufstiegswillen bekundet haben. 24:16 Zähler weisen die Hersfelder auf, die mit einem Sieg dem Gast auf den Pelz rücken können. Aber auch bei einer Niederlage droht kein Abrutschen ins untere Mittelfeld.

Der Gegner

Wie schon gesagt: Großenlüder/Hainzell ist die Tormaschine der Liga. In nur drei von 20 Begegnungen traf die HSG weniger als 30-mal. Ihr Durchschnittswert: annähernd 33 Tore. Mit 124 Treffern liegt Dominik Malolepszy auf Rang drei der Torschützenliste. Immer wieder zu beachten: die „Dimmerling-Dynastie“ mit Benedikt, Lukas und Henrik, die beim 33:26 gegen Wesertal allein 17 Tore verbuchte.

Das Hinspiel

Daran denken die Hersfelder weniger gern. Mit 26:37 ging die Partie überaus deutlich verloren. Nicht ein einziges Mal lag der TVH dabei in Führung. Zur Pause stand es 16:19, nach 41 Minuten betrug der Rückstand beim 18:28 erstmals zehn Treffer. Matthias Deppe damals: „Da gingen bei uns die Köpfe runter.“

Die Trainerstimme

„Ja, die Tormaschine ...“, sinniert TVH-Trainer Matthias Deppe – und verweist gleich auf einen möglichen Schwachpunkt der Gäste: „Wenn die defensiv so stark wären wie offensiv, hätten wir womöglich einen anderen Liga-Spitzenreiter.“ Seiner Mannschaft gibt er gegen seinen Ex-Klub mit auf den Weg, „nahtlos an das Spiel gegen Hünfeld anzuknüpfen“. Großenlüder sei seiner Mannschaft körperlich überlegen, dazu spielten die Gäste schnell und präzise. „Für uns geht es darum, in der Tabelle nicht abzurutschen“, gibt sich Deppe bescheiden.

Das Personal

Michael Krause fehlt definitiv wegen Knieproblemen. Der gerade erst genesene Lasse Reinhardt bekam gegen Hünfeld erneut einen Schlag ins Gesicht, kann aber auflaufen.

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