Frauenhandball

Handball: „Oldie“ Otterbein hält die Punkte fest

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So sehen glückliche Siegerinnen aus: Nach dem knappen Erfolg gegen Wollrode posierten die Handballerinnen des TV Hersfeld gern für unseren Fotografen.

Die Landesliga-Handballerinnen des TV Hersfeld erkämpften sich gegen den TSV Wollrode in eigener Halle einen hauchdünnen 33:32 (18:19)-Erfolg und festigten Tabellenplatz fünf.

Schnell lag der TVH mit 0:2 zurück (3.), fing sich aber ebenso schnell und führte kurze Zeit später mit 4:2 (5.). Ab da merkte man schon, dass die Hersfelder Deckung mit Wollrodes Shooterin Svenja Lachnit im ganzen Spiel keinen Spaß haben würde. Sie warf allein 16 Tore und traf dabei neunmal vom Siebenmeterpunkt. Die hohe Anzahl von Strafwürfen hatte sie vorher durch ihre guten Anspiele aus dem Rückraum an den Kreis provoziert.

Auch wenn Hersfeld im Angriff Vorteile in der Schnelligkeit hatte, so fanden sie wenige Lücken im Wollröder Abwehrverband am Kreis, um zum Abschluss zu kommen. Zwischen der 14. und 17. Minute nahm sich der TVH eine mentale Auszeit (8:10), die Trainerin Sabine Teichmann mit einer sofortigen Auszeit regulieren wollte. Dies zeigte bis zur 21. Minute Wirkung (13:13), verflachte dann aber wieder, denn der TVH lag bis zum Halbzeitpfiff ständig mit einem oder zwei Treffern in Rückstand. Luisa Teichmann, verkürzte den Rückstand mit einer Energieleistung am Kreis kurze vor dem Halbzeitpfiff dann jedoch auf einen Treffer (18:19).

Der zweiten Abschnitt sollte zum Zitterspiel werden, obwohl die Deckung des TVH jetzt griffiger wurde und nur noch 13 Treffer zuließ. Ab der 38. Minute operierte Hersfeld in doppelter Überzahl und kurzfristig sogar in dreifacher, konnte jedoch keinen entscheidenden Nutzen daraus ziehen. So stand es in der 40. Minute plötzlich 23:23, und die Nerven fingen auf beiden Seiten an zu flattern. Es ging hin und her.

Mal traf der TVH, meist im Gegenzug der TSV bis zum 28:28 (51.). In der 56. Minute führte der TVH jedoch mit 31:29. Alle dachten, das wäre die Entscheidung – und lagen falsch. Die Gäste kamen wieder bis auf 32:31 (58.) heran. Hannah Berg sorgte mit ihrem Kreistreffer (59.) kurzfristig für Beruhigung. Aber eben nur kurzfristig, denn Wollrode antwortete direkt mit dem 32. Treffer (59.).

Hochspannung dann in der Schlussminute. Hersfeld hatte im Positionsspiel den Ball verloren. Im Tempogegenstoß scheiterte die Wollröderin aber an Hersfelds Torhüterin Iris Otterbein, die ihrem Team mit ihrer sensationellen Parade den Zittersieg rettete.


TVH:
Otterbein, Hollstein - Manteufel (1), Ragusa (5/2), Spill (2), Teichmann (7/1), Berg (3), Hoffelner. Hollstein, Hildebrand (4), Herrmann, Hedrich (6), Braun (5), Schrön


SR:
Deis/Kusber ( HSG Landeck-Hauneck) - Z: 90

Von Burghard Hauptmann

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