Handball: Nolte vergleicht die Derbygegner

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Szenen aus dem Hinspiel Ende September: Auf dem Foto die Hersfelder Andreas und Michael Krause sowie Jonas Rübenstahl (in Blau) gegen Nicolas Reuchsel und Hermann Bach von der WHO. 

Derby in der Handball-Landesliga: Samstag trifft der TV Hersfeld um 18.30 Uhr auf die WHO. Robert Nolte – Trainer der TG Rotenburg – vergleicht beide Teams für die HZ.

Tor

„Hersfelds Tobias Kretz hat eine riesen Entwicklung genommen. Er stand lange im Schatten von Kai Hüter, aber er ist ein guter Landesliga-Torwart. Wenngleich mit Höhen und Tiefen“, sagt Nolte.

WHO-Keeper Kevin Schottmann hält Nolte ebenfalls für einen guten Mann. „Er ist stark im eins gegen eins und ein ganz wichtiger Faktor für die WHO, wenn sie in diesem Spiel oder überhaupt in der Liga eine Chance haben will.“

LEICHTER VORTEIL TVH

Abwehr

„Die Krause-Brüder, Lasse Reinhardt, Mark Petersen oder auch Marc Förtsch – die Hersfelder Abwehr ist im Verband sehr stark. Sie können ihre 6:0-Deckung zudem auch offensiv interpretieren“, sagt Nolte.

Bei der WHO sieht er zwar genug Körperlichkeit für die Liga, bemängelt aber die Beweglichkeit. „Sie verschieben nicht gut genug und offenbaren immer wieder große Lücken.“

KLARER VORTEIL TVH

Außenpositionen

„Der TVH ist mit Jannis Deppe auf links gut besetzt – aber Frantisek Chyba von der WHO ist schon ein Brett. Hier sehe ich einen Vorteil für den Aufsteiger.

Auf Rechts ist der TVH stark besetzt und hat eine ganze Reihe Linkshänder. Petersen, Schott, Wiegel und Koch – da haben sie alle Möglichkeiten“, findet Nolte.

KLARER VORTEIL TVH

Rückraum

Beim Rückraum des TVH gerät Nolte fast ins Schwärmen: „Über Andreas Krause und Lasse Reinhardt müssen wir nicht reden“, stellt er klar.

Doch auch die WHO habe gute Spieler in ihren Reihen. „Neuzugang Jelusic macht einen guten Eindruck, Marco Malsch, Florian Strümpf und auch Jan-Uwe Berz, der zuletzt gegen Wesertal ein kluger Spielgestalter mit Durchschlagskraft war, sind gute Jungs“, meint Nolte.

Dennoch sieht er den TVH, der (bei einem Spiel mehr) 55 Treffer mehr als die WHO erzielt hat, auch hier vorn.

VORTEIL TVH

Kreis

„Beim TVH versteht sich Michael Krause blind mit seinem Bruder Andi. Da gibt es Auslösehandlungen, die genau darauf abgestimmt sind, den Kreisläufer freizubekommen. Das ist schon stark. Und mit Marc Förtsch hat der TVH eine gute Alternative. Der Junge brennt immer und trägt den TVH im Herzen“, lobt Nolte.

Anders klingt das bei der WHO. „Der Kreis ist ihre große Schwachstelle. Da merkt man, dass sie keinen gelernten Kreisläufer in ihren Reihen haben.“

KLARER VORTEIL TVH

Gesamturteil

„Die WHO hat sich verstärkt und auch verbessert. Sie wird in der Rückrunde sicher noch viele Punkte holen – aber nicht am Samstag beim TVH. Das könnte ähnlich deutlich werden wie beim 36:28 im Hinspiel“, vermutet Nolte.

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