Handball-Landesliga: Die WHO und der Fischer-Effekt

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Gewohntes Bild: Trainer Jörg Fischer ist bei der HSG Werra WHO auf die Trainerbank zurückgekehrt. 

Obersuhl. Aufsteiger HSG Werra WHO ist am Samstagabend beim 39:36 (21:15)-Erfolg gegen die HSG Twistetal im siebten Spiel der erste Saisonsieg in der Handball-Landesliga geglückt.

Der Knoten ist geplatzt - die Rückkehr von Trainer Jörg Fischer, der Hartmut Knaut in dieser Woche abgelöst hatte, gelungen. Fischer wirkte dann auch etwas verlegen, als man ihn nach dem Spiel auf einen möglichen Fischer-Effekt ansprach: „Ich stehe ja eigentlich nur an der Seitenlinie und kann den Jungs ein paar Tipps mit auf dem Weg geben. Die Partie haben sie heute ganz allein gewonnen. Ich bin äußerst stolz auf die Truppe“, sagte er.

Von Beginn an zeigte die WHO Leidenschaft, Kampf und den unbedingten Siegeswillen, der sich am Ende gegen einen auf Augenhöhe befindlichen Gegner bezahlt machte. Die Sieben um Mittelmann Robin Schneider suchte sofort ihr Heil in der Offensive. Gleich zu Beginn war es zweimal Kevin Schottmann der den schnellen Frantisek Chyba perfekt per Tempogegenstoß-Pass bediente, und so führten sie 2:1 (3.) Anschließend war es der starke Marco Malsch, welcher nach schönen Spielzügen perfekt von Rechtsaußen abschloss und die Führung weiter hielt.

Immer wieder kam aber auch der Gast gefährlich im Angriff auf und nutzte eiskalt seine Chancen. Vor allem Johannes Happe gelangen acht blitz saubere Siebenmeter-Treffer. Der Knoten bei der Heim-Sieben platzte ab der 20. Minute endgültig – als die WHO einen 9:1-Lauf bis zur Pause hinlegte und die Halle zum Toben brachte.

Viele der 150 Zuschauer hatten nun Angst vor einem erneuten Einbruch in Halbzeit zwei, doch dieser sollte nicht folgen. Immer wieder kam die WHO über die schnelle Mitte zu einfachen Treffern, oder Hermann Bach als er einen Ball in der Abwehr abfing und den fälligen Tempogegenstoß zum 20:17 (47.) verwandelte. Doch die Fischer-Sieben zeigte sich über die gesamte Partie in der Abwehr nicht sattelfest genug. Doch dies wäre an diesem gelungenen Handballabend in Obersuhl Klagen auf hohem Niveau. Am Ende siegte die WHO mit einer beeindruckenden Mannschafts- und Energieleistung und verdiente sich somit die ersten nötigen Punkte im Kampf um den Klassenerhalt. So kann es weitergehen.

HSG Werra: Schottmann, L. Schneider - Krause (2), Breitbarth (1), Bach (5), Malsch (6), Raljic (3), Strümpf (4), Chyba (8), Duric (2), Berz (7/4), R. Schneider (1), Reuchsel.

Twistetal: Fingerhut, Mettenheimer - Fait (2), Wachs, Isenberg (6), Schmidt, Happe (9/8), Fingerhut, Bitter (3), Krouhs (7), Nolte, Sturm (5), Bender (3), Meier (1)

SR: Hildebrand/Loll - Z:150

Zeitstrafen: 4:2 Minuten

Siebenmeter: 4/4 - 9/8

Von Sebastian Krause

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