Handball-Landesliga: Verfolger lauert auf den TVH

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So müsst ihr spielen: TVH-Trainer Christian Weiß erklärt von links Niklas Kürten, Tobias Kretz, Hristjan Remenski, Alex Schott, Marc Förtsch und Jacob Räther die Taktik. 

Die Handballer des TV Hersfeld gastieren am Samstag im Verfolgerduell der Landesliga um 18 Uhr bei der HSG Fuldatal-Wolfsanger. Der TVH hat zuletzt 13:1 Punkte geholt.

Es ist das Spiel des Dritten gegen den Zweiten in der Sporthalle „An der Eichhecke“ in Fuldatal-Ihringshausen. Und die Gastgeber lauern darauf, die Position der Hersfelder zu übernehmen. Mit 22:10 Zählern liegen sie nur ein Pünktchen hinter den Hersfeldern (23:9).

Die zuletzt sehr erfolgsverwöhnten Gastgeber haben sich mit fünf Siegen in Folge für diese Aufgabe warm geschossen. Sie gewannen beispielsweise das Derby in Wehlheiden mit 33:29, bezwangen Eschwege mit 13 Toren Unterschied (36:23) und siegten auch in Hünfeld. Der letzte Erfolg in Hünfeld fiel aber mit 34:33 denkbar knapp aus, denn der HSV zeigte eine großartige kämpferische Leistung. Fuldatal hatte sie wohl in diesem Punkt unterschätzt.

Aber auch die Hersfelder waren sehr erfolgreich – sie holten 13:1 Punkte in Folge. Die Siegesserie ist nur durch ein einziges Unentschieden in Twistetal (31:31) unterbrochen worden. Wobei auch dieses Remis als Erfolg gewertet werden kann.

Denn Twistetal gilt zu Hause bekanntlich als schwieriger Gegner. Christian Weiß kennt die Fuldataler sehr genau. „Sie haben eine gute Offensive, stehen dicht in der Abwehr, sind vor allem auch bei Eins-gegen-eins-Situationen sehr stark.“, weiß der Coach, der sich der Schwere der Aufgabe bewusst ist. „Schließlich ist in der Halle in Kassel immer etwas los.“

Die Fehler minimieren und Tore werfen, um einen frühzeitigen hohen Rückstand zu vermeiden – so lauten die Vorgaben von Weiß. So zu starten, wie im letzten Heimspiel gegen Körle/Guxhagen, könnte sich in Ihringshausen als sehr risikoreich erweisen. „Wir sind zu langsam in die Puschen gekommen. Im nächsten Spiel müssen wir in jedem Fall schneller auf den Beinen sein, um etwas zu erreichen.“ Dazu müssten die Hersfelder in Bestbesetzung anreisen. Aber gerade beim Personal drückt diesmal wieder der Schuh.

Andy Krause, der in Twistetal nach einer Attacke auf den Rücken gefallen war und sich auswechseln lassen musste, kam gegen Körle zum Einsatz und warf sieben Tore. „Aber er hat die Woche nicht trainiert und ist noch nicht ganz fit“, sagt Weiß. Auch Lasse Reinhardt hat den Daumen wieder lädiert – auch er ist fraglich.

Nicht zum Einsatz kommen Mark Petersen, der im Hinspiel (31:26) ein starkes Spiel ablieferte – er laboriert immer noch an einer Knieverletzung – und der zweite Keeper Marius Wasem wegen einer Rückenverletzung. Dafür wird Niklar Kürten wieder mehr Einsatzzeit bekommen.

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