Handball-Landesliga: TVH will nichts zulassen

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Steht seinen Mann: Jonas Rübenstahl hat beim TV Hersfeld mit guten Leistungen auf sich aufmerksam gemacht. 

Bad Hersfeld. Pflichtaufgabe für die Handballer des TV Hersfeld: Der Landesligist trifft am Samstag (18.30 Uhr) in eigener Halle auf die HSG Twistetal.

Mit zuletzt zwei Siegen haben sich die Hersfelder auf Rang fünf vorgeschoben und wollen jetzt nachlegen. Alles andere als ein Sieg wäre eine Enttäuschung, denn die Gäste aus dem Waldecker Land haben bei fünf Versuchen bislang nicht einen Punkt in fremder Halle geholt. Der Aufsteiger aus dem Vorjahr ist Drittletzter der Tabelle und findet sich somit auf einem Abstiegsrang wieder. Selbst bei Aufsteiger WHO zog er den Kürzeren – und gestattete den Werratalern deren einzigen Saisonsieg.

Dementsprechend optimistisch geht Hersfelds Trainer Matthias Deppe ins Spiel. „Ich erwarte einen Heimsieg – ganz klar. Aber dennoch ist Vorsicht geboten. Wir dürfen den Gegner auf keinen Fall unterschätzen“, sagt er.

Der bisherige Saisonverlauf des TVH gleicht einer Achterbahnfahrt. Zwei Niederlagen, vier Siege, zwei Niederlagen, zwei Siege – so sieht die bisherige Bilanz der umformierten und verjüngten Mannschaft aus. „Wir sind noch lange nicht da, wo wir hinwollen. Wir haben noch zu große Leistungsschwankungen drin“, sagt Deppe. Mit der Zwischenbilanz und Platz fünf ist er dennoch zufrieden. „Wir sind da ja nicht hingeschubst worden, sondern haben uns das hart erarbeitet“, sagt er. Auch zuletzt in Bettenhausen habe seine Mannschaft schwer für den Auswärtssieg kämpfen müssen. „Was uns teilweise an Härte entgegengebracht wird, ist schon echt heftig“, sagt Deppe. Er geht davon aus, dass viele Gegner auf diese Weise versuchen, seine jungen Spieler zu entmutigen. Deshalb lobt er auch seine Youngster Lasse Reinhardt und Jonas Rübenstahl, die sich in Bettenhausen nicht haben beeindrucken lassen und stattdessen immer wieder von Halblinks und der Rückraum Mitte das Spiel der Hersfelder angekurbelt hätten.

An der Motivation seiner Mannschaft hat Deppe bislang nichts auszusetzen. „Die Jungs wissen, dass ich eine gewisse Grundspannung verlange. Deshalb muss ich auch nicht zusätzlich motivieren, wenn wir in eigener Halle gegen den Drittletzten spielen“, sagt er. Der Gegner müsse von Beginn an spüren, dass er nur das machen könne, was die Hersfelder zulassen.

Torhüter Marius Wasem und Jacob Räther sind erkältet, ansonsten sind alle Spieler des Kaders fit und einsatzbereit, berichtet Deppe.

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