Handball-Landesliga: TVH in Lolls-Stimmung

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Immer einen Schritt voraus: Sven Wiegel (rechts) vom TV Hersfeld lässt sich in dieser Situation nicht von Wesertals Philip Helling aufhalten.

Bad Hersfeld. Der TV Hersfeld ließ sich am Samstag nicht lumpen und schickte im  Spiel der Handball-Landesliga die HSG Wesertal mit einer 36:26 (18:13)-Packung auf die Heimreise.

Ehe Feuermeister Klaus Otto seine Lolls-Grüße ausrichtete, hatten die quirligen Akteure der N‘Awlins-Brass-Band ihren Auftritt und heizten die Stimmung an. Und davon ließen sich die TVH-Männer anstecken, zeigten in der Folge bis auf wenige Ausnahmen schönen, erfolgreichen Handball.

Dabei ragte ein Akteur heraus: Keeper Tobias Kretz! Mit über 20 Paraden zeigte der 23-jährige, mehr und mehr aus dem Schatten von Keeper-Legende Kai Hüter herauswachsend, seine Klasse. Und ernte vom TVH- Anhang gar stehende Ovationen, als der Stoiker drei Paraden nacheinander zeigte (36.) und dem insgesamt harmlosen Gegner mehr und mehr den Zahn zog.

Auch andere Akteure setzten Duftmarken. Auf der Angriffsmittelposition begann Jonas Rübenstahl und überzeugte erst durch kluge Regie, ehe er nach dem Wechsel Tore folgen ließ. Oder Routinier Andreas Krause, der neben fünf Toren Bruder Michael wiederholt am Kreis durch Anspiele in Szene setzte. Apropos Anspiele: Zuerst brachte „Andy“ per Rückhand-Abgabe Jacob Räther ins Spiel, ehe Mark Petersen das Kunststück mit Sven Wiegel in der Schlussphase erneut gelang.

Der Spielfilm an sich ist schnell erzählt. Durch die aggressive und bewegliche Abwehrarbeit der Turner tat sich der Gast im Angriff schwer und musste meist bis an die Zeitspielgrenze gehen. Hier zeigten sich schon bald die begrenzten Mittel der Wesertaler, die es bis dahin allein Max Simon verdankten, dass sie bis zur 15. Minute im Spiel blieben.

An der Überlegenheit des TVH änderte auch die HSG-Auszeit nichts. Im Gegenteil. Über eine erste klare Führung beim 9:5 setzte sich der TVH weiter ab, ehe leichte Konzentrationsmängel den Gast von 16:9 auf 16:13 herankommen ließen, ehe es mit 18:13 in die Pause ging.

Durch die Führung konnte es sich Coach Matthias Deppe, der dem Team ein Pauschallob aussprach, leisten, allen Spielern Spielzeit zu geben. Und die Jungs dankten es, indem sich alle, bis auf Keeper Kretz, in die Torschützenliste eintrugen. Den Gästen bleibt anzurechnen, nie aufgesteckt und zur fairen Partie beigetragen zu haben.

TV Hersfeld: Kretz, Fischer n.e., Deppe (3), Rübenstahl (3), M.Krause (4), Förtsch (4), Räther (1), Remenski (1/1), Koch (2), Petersen (3), Wiegel (3), Reinhardt (6), A.Krause 5 /3), Schott (1)

HSG Wesertal:T.Wellhausen,Gerlach- M.Herbold (2), T.Herbold (1), Müller,Wunder (2), Simon

(8/4), Kaufmann, Helling (1), Jannik Brunst (1), Julian Brunst (3), J.Wellhausen (2), Dworok (6/3)

SR.:Hildebrand/Loll(Schwalmtal-Lauterbach) Z.: 180

Zeitstrafen.:10 Min.- 4 Min. Siebenmeter: 6/4 - 8/7

Von Michael W.Rimkus

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