Handball-Landesliga: TVH besiegt den neuen Meister

Wurfstark: Andy Krause war mit neun Treffern der beste Hersfelder beim sensationell anmutenden Erfolg des TVH gegen den Meister TSV Vellmar. 

Hut ab vor dem TV Hersfeld: Mit einer bärenstarken Leistung bezwangen die Handballer aus der Lullusstadt im Heimspiel der Landesliga den neuen Meister TSV Vellmar mit 33:26 (18:12)

Es war ein Erfolg der Leidenschaft, die Emotionen beim Publikum weckte. In der Schlussminute gab es stehende Ovationen auf der Tribüne der Geistalhalle. 350 Fans waren rundweg begeistert von dem Auftritt der Gastgeber, die  keinen einzigen Schwachpunkt zeigten. Die vom Kampf gezeichneten  Akteure feierten noch auf dem Parkett mit „La-Ola-Welle“ und „Humba, Humba, täteräää ...“

Vorausgegangen war ein 60-minütiger Fight, in dem sich beide Teams nichts schenkten. Matthias Deppe war voll des Lobes. „Ich bin begeistert, mit welcher Disziplin wir den Sieg heute erreicht haben“, freute sich der Trainer und genehmigte sich einen Schluck Bier aus der Flasche. „Das Team hat sich genau an die Vorgaben gehalten, hat in der Abwehr gut gestanden und immer wieder die Lücken attackiert", ergänzte der Coach.

Nach schleppend verlaufenden Anfangsminuten nahm das Hersfelder Spiel Fahrt auf. Unter dem Beifall der Zuschauer ging es von 2:4 (4. Minute) auf 4:4 (6.) und 8:4 (12.).Vellmars Keeper Sebastian Krause zeigte erst vor der Pause sein Können. Gordon Hauer musste zu diesem Zeitpunkt seine erste Auszeit nehmen. Der Vellmarer Coach, der auf seinen verletzten Stammspieler Finn Hujer verzichten musste, wirkte wie ein Terrier an der Außenlinie, der sich nicht nur mit der Hersfelder Bank, sondern auch mit den Schiedsrichtern anlegte.

Doch das nutzte alles nichts: In der 18. Minute lagen die Hersfelder schon mit sechs Toren in Führung, als Vellmar zum zweiten Mal die grüne Karte auf den Zeitnehmertisch legen musste. Nur wenig eine weitere entscheidende Szene: Lukas Berger kam unversehens in Ballbesitz, lief einen Tempogegenstoß. Und bekommt kurz vor der Neun-Meterlinie von Jan Magnus Berninger den Ellenbogen ins Gesicht gerammt. Berninger wird disqualifiziert, sein Trainer sieht nach permanenten Reklamierens eine Zeitstrafe. So war es nicht verwunderlich, dass die Hersfelder sogar auf acht Tore davonzogen. Beste Werfer bei den Hersfelder waren Andy Krause mit neun sowie Lasse Reinhardt mit acht Toren. Selbst als Vellmar die beiden Rückraumschützen durch Lance-Phil Sturmbaum und Simon Adam in Manndeckung nahm, geriet der TVH nicht ins Wanken. Weniger als fünf Tore berug der Abstand nicht. Jetzt waren es die Außen Jannis Deppe, Alex Schott, Marc Förtsch oder Philipp Koch, die die Treffer erzielten, der TVH zog zwischenzeitlich sogar auf neun Tore davon. 

TV Hersfeld: Kretz/Wasem - Deppe (6/4), Rübenstahl, Förtsch (1), Räther (1), Remenski (1), Koch (3), Petersen, Wiegel, Reinharst (8), A. Krause 9, Schott (4), Berger

TSV Vellmar:Gmula/Krause - Räbiger (7), Staubesand (2), Brückmann, Sturmbaum (4), Adam (7), Heckmann (1), Koch (1),Lanatowitz, Berninger (1), Schuldes (2), Petrovszki SR: Kobert/Langmann, Z: 350, Zeitstrafen:8/12 min. Siebenmeter: 11/7 - 6/4. Disqualifikation: Jan Magnus Berninger (V. 27.)

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