Handball: TV Hersfeld erwartet am Samstag Tabellenführer Großenlüder/Hainzell

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Will am Samstag wieder dabei sein: Michael Krause (rechts), Kreisläufer des TV Hersfeld.

Die von vielen als „Hexenkessel“ gefürchtete Geistalhalle wird am Samstag wieder brodeln.  Landesligist TV Hersfeld will Großenlüder/Hainzell die Zähne zeigen. Anwurf: 18.30 Uhr.

Spitzenspiel und Bezirksderby – das sind die Zutaten, mit denen die Partie des TV Hersfeld gegen den bislang verlustpunktfreien Tabellenführer HSG Großenlüder/Hainzell in der Handball-Landesliga Männer gewürzt wird. Es ist das Spiel des Vierten gegen den Ersten. Schaffen es die Hersfelder, dem Kontrahenten ein Bein zu stellen?

Christian Weiß hofft, dass am Samstag das Publikum wieder hinter der Mannschaft steht und sie unterstützt. „Die Zuschauer sind für uns sehr wichtig. Eine gute Stimmung auf der Tribüne motiviert ungemein“, sagt der TVH-Trainer. Die Mannschaft sei heiß auf die Partie. „Das Training am Dienstag war sehr gut“, erzählt der Coach. Die Mannschaft verschwende keinen Gedanken mehr an die Begegnung am Sonntag beim Schlusslicht Zierenberg. „Das war ein typisches Sonntagsspiel. Dass wir da nicht ganz überzeugt haben, daraus mache ich der Mannschaft keinen Vorwurf.“

Dem Spitzenreiter die Zähne zeigen und so lange wie möglich Paroli bieten – das ist das Ziel von Weiß am Samstag. Doch er weiß, dass das Vorhaben sehr schwierig werden wird.

Der bärenstarke Gegner bringt „einige Angriffswucht“mit. Der Coach kennt den Rückraum von Großenlüder ganz genau – die Brüder Lukas und Benedikt Dimmerling zum Beispiel sind dort stets für Anspiele und Tore gut.

Mit 257 hat Großenlüder auch die meisten Treffer geschossen – Schnitt: 36,71 pro Spiel. Die besten Torschützen hat der Tabellenführer aber in Linksaußen Dominik Malolepszy, der 54 Treffer (7,71 pro Spiel) auf sich vereint.

Mit dieser Anzahl führt der Großenlüderer auch die Torschützenliste der Liga an. Auf Platz zehn der Rangliste folgt der Halblinke Michael Blinzeler, der bereits 41 Tore geworfen hat – 5,86 pro Spiel. Erst auf Platz zwölf und dreizehn stehen die besten Schützen aus dem Kreis: Andreas Krause und Boze Balic vom TV Hersfeld und der TG Rotenburg.

Neben Trainer Joachim Bug, der Matthias Deppe beerbte, sitzt bei Großenlüder auch ab und an mit Uli Schaus ein ehemaliger Nationalspieler (2 Länderspiele) auf der Bank, der sich um die Torhüter kümmert. „Die sind beide ebenfalls sehr stark“, sagt Weiß. Den Coach plagen zwei große Personalprobleme. Neben Lukas Berger – er muss sich einer Knie-OP unterziehen und fehlt vor allem in der Abwehr – ist auch weiterhin Lasse Reinhardt wegen eines Sehnenabrisses im Daumen gehandicapt. Dafür war am Dienstag wieder Michael Krause im Training. „Wir müssen sehen, ob es bei ihm klappt. Ich bin aber zuversichtlich.“

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