Handball-Landesliga: Tapfere WHO hält beim 28:31 gut mit

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Mit síeben Treffern bester Werfer der WHO: Spielmacher Robin Schneider. 

Obersuhl. Die Handballer der HSG Werra WHO unterlagen am Samstagabend in Obersuhl dem Hünfelder SV mit 28:31 (10:15) und sind weiterhin Tabellenletzter der Landesliga Nord.

Schon sechs Punkte beträgt der Rückstand des Aufsteigers vor dem letzten Hinrundenspiel, das am nächsten Sonntag in Dittershausen stattfindet. Doch sowohl die gut 100 Zuschauer, als auch WHO-Trainer Jörg Fischer, waren nicht einmal unzufrieden mit ihrer Mannschaft.

„Ich bin stolz auf die Jungs. Dieses Spiel war ein Achtungserfolg und ein weiterer Schritt nach vorn für uns“, befand Fischer. Und: „Wir haben gut gespielt und Hünfeld vor einige Probleme gestellt. Am Ende haben sie natürlich verdient gewonnen, weil sie die stärkeren Einzelspieler und mehr Alternativen haben.“

Phasenweise auf Augenhöhe

Beherzt hielten die Gastgeber Schritt, bewegten sich in einigen Phasen des Spiels durchaus auf Augenhöhe mit dem Oberliga-Absteiger - und mussten dann einmal mehr anerkennen, dass es eben auch diese Phasen gibt, in denen einem Landesliga-Spiele aus der Hand gleiten.

Wie zum Beispiel zwischen der fünften und zehnten Minute, als Hünfeld vom 4:4 durch Tore von Sauer, Sitzmann und zweimal Kircher auf 4:8 davonzog. Zu viele Ballverluste im Angriff luden die Gäste zu schnellen Treffern ein. Diese vorweihnachtlichen Geschenke nahm Hünfeld dankend an.

Oder aber zwischen der 20. und 25 Minute. Die WHO hatte zurück ins Spiel gefunden und sich auf 9:10 herangekämpft. Jonggi Pasaribu - vor der vergangenen Saison kurzzeitig Trainer der WHO - zog jetzt eine Auszeit. Und die Gäste anschließend durch jeweils zwei Treffer des Hersfelders Kevin Houston und Sauer auf 9:14 davon. Die Vorentscheidung.

Da nützte es wenig, dass sich die Gastgeber - mit dem guten Keeper Kevin Schottmann - in ihrer besten Phase des Spiels vom 5:10 durch Robin Schneider, Sebastian Schramm, Frantisek Chyba und Dusan Duric wieder in Schlagdistanz gebracht hatten.

Denn diesen Vorsprung ließen sich die Gäste nicht mehr nehmen. Bauten ihn in der zweiten Halbzeit zeitweise auf sieben Treffer aus, ehe die tapfere WHO in der Schlussphase noch einmal alles reinwarf und bis auf zwei Treffer verkürzte.

Berz und Raljic verletzt

„Für uns wäre heute mehr drin gewesen, aber uns fehlen die personellen Alternativen. Wir können in wichtigen Phasen dann nicht nachlegen“, ärgerte sich WHO-Spielmacher Robin Schneider, der mit sieben Treffern bester Werfer seiner Mannschaft war. Linkshänder Jan-Uwe Berz hatte sich beim Aufwärmen am Knie verletzt und konnte nur in der zweiten Halbzeit sporadisch mitwirken. Für den verletzten Nebosa Raljic war das Spiel schon zur Pause vorbei.

Und wie war die Rückkehr für Jonggi Pasaribu so? „Alles okay, so ist das Geschäft. Wir haben heute zwar nicht besonders gut gespielt, aber verdient gewonnen“, meinte er.

HSG Werra WHO 09: Schottmann - reitbarth, Bach (3), Malsch (2), Raljic (3), Strümpf (2), Schramm (1), Chyba (5), Duric (2), Berz (3), Schneider (7/5).

Hünfelder SV: Masché, Voß, Krätzig – Sitzmann (3), Sauer (7/4), Fischer (1), Houston (2), Hyseni (3), Krug, Sandrock, Sauerbier (2), Unglaube, Kircher (8), Möller (5).

SR: Hoffelner/Krell - Z: 120

Zeitstrafen: 0:8 Minuten

Siebenmeter: 7/5 - 5/4

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