Handball-Landesliga: Lotta drückt die Daumen

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In Jubelpose: Sebastian Krause. Hat der Torhüter des Handball-Landesligisten VfL Wanfried auch am Samstag im Spiel beim TV Hersfeld Grund zur Freude? 

Bad Hersfeld. Wenn der TV Hersfeld heute in der Handball-Landesliga auf den VfL Wanfried trifft (18.30 Uhr, Geistalhalle), steht im Tor der Gäste ein Hersfelder: Sebastian Krause. 

Sebastian, Sie spielen mit einem anderen Klub zum x-ten Mal in der Halle, in der Sie groß geworden sind. Ist das noch immer etwas Besonderes?

Sebastian Krause:Ja, es ist und bleibt für mich immer etwas Besonderes, in der Geistalhalle zu spielen. Ich habe dort viele schöne Momente gehabt.

Warum sieht man Sie eigentlich immer nur im gegnerischen Trikot in der Geistalhalle?

Krause: Es hat sich damals nach der Jugend so ergeben. Ich bin zum TV Alsfeld gewechselt und habe dort fünf schöne Jahre erlebt. Zwischenzeitlich habe ich ja auch noch einmal eine Saison für die TVH-Reserve gespielt. Hinzu gab es auch immer einen Kai Hüter in Hersfeld – er ist einfach eine Institution, und so hat es sich nun mal nie ergeben.

Ist der Spieltermin am Samstag für einen Herschfeller etwas Besonderes?

Krause:Ja, schon etwas. Vor einigen Jahren war es mit Alsfeld sogar an Lolls-Samstag, was noch schöner ist. Aber auch der Termin direkt vor Lolls ist besonders. Bei einem Sieg schmeckt das Kaltgetränk am Lolls-Montag doppelt so gut.

Sie sind Handballer mit Leib und Seele. Und seit kurzem Vater. Verändert sich da der Blick auf den Sport?

Krause: Ein wenig schon. Man merkt, dass der Sport nicht mehr alles im Leben ist. Trotzdem habe ich in meiner Lebensgefährtin Dana einen super Rückhalt, sodass ich trotzdem weiterhin meinem Sport in vollem Umfang nachgehen kann.

Sind Frau und Tochter am Samstag auch in der Geistalhalle, um Sie im „Heimspiel“ anzufeuern?

Krause: Ja, wenn nichts dazwischen kommt. Außer in Wesertal waren beide bisher immer dabei.

Gibt’ s zum TVH eigentlich noch irgendwelche Verbindungen?

Krause: Mittlerweile nicht mehr. Mein Bruder Jonathan hat nach der letzten Saison in der A-Jugend aufgehört. Trotzdem ist es schön mit anzusehen, dass Lasse Reinhardt so gut in der ersten Mannschaft eingeschlagen hat mit 17 Jahren. Ihn habe ich in der Jugend zwischenzeitlich mal trainiert.

Wie schätzen Sie die neuformierte Hersfelder Mannschaft ein?

Krause:Sie befindet sich in einem extremen Umbruch. Man hat ja die letzten Jahre schon damit begonnen, doch jetzt kommt es richtig zum Tragen. Sie werden dieses Jahr vielleicht in der ein oder anderen Partie etwas Lehrgeld bezahlen, doch meiner Meinung nach ist die erste Sieben eine der Top-Fünf der Landesliga.

Wanfried hat einen ordentlichen Start hingelegt. Sind Sie mit Ihrem erfahrenen Team am Samstag Favorit?

Krause:Schwer zu sagen. Wir spielen auswärts gerne mit unseren super Fans im Rücken, die uns toll unterstützen. Der Punktverlust gegen Dittershausen tut zwar weh, ansonsten sind wir im Soll. Ein Sieg in Hersfeld würde uns auf jeden Fall alle glücklich machen.

Letzte Frage: Bekommt man als Herschfeller in anderen Klubs in der Lollswoche eigentlich trainingsfrei?

Krause: In Alsfeld unter Matthias Deppe habe ich damals zumindest ein Training freibekommen. Dieses Jahr habe ich Dienstag frei, weil ich da beruflich in Bad Hersfeld auf einer Veranstaltung bin.

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