Handball-Landesliga: Großenlüder ist eine Nummer zu groß für die WHO

+
Kaum ein Durchkommen gab es für Florian Strümpf (Mitte, im roten Trikot) und seine Teamkollegen von der HSG Werra WHO im Duell mit dem Spitzenteam Großenlüder/Hainzell.  

Obersuhl - Nächste Niederlage für Schlusslicht HSG Werra WHO in der Handball-Landesliga: Gegen Spitzenteam Großenlüder/Hainzell hieß es am Ende 27:38 (14:21).

Dass ein Spiel länger als 20 Minuten dauert, bekam die HSG Werra WHO in der Handball-Landesliga gegen die HSG Großenlüder/Hainzell erneut demonstriert. Denn nach gutem Beginn setzte es am Ende eine klare – und auch in der Höhe verdiente – 27:38 (14:21)-Pleite im Abstiegskampf.

20 Minuten: Genau so lange zeigte man sich mit dem Team von Trainer Joachim Bug auf Augenhöhe, führte sogar mit 9:7, ehe es zum fast kollektiven Versagen kam. „Ich weiß nicht, warum wir nach gutem Beginn, ähnlich wie zuletzt gegen den TVH, so von der Rolle kommen und immer die gleichen Fehler machen – unbegreiflich“, zeigte sich ein frustrierter Sebastian Schramm selbstkritisch. Eine Frage der Kondition? „Nein, eher vom Kopf her“. Auf der Mittelposition von Robin Schneider gelenkt, agierte die WHO ruhig und konzentriert und hatte mit Jan Uwe Berz, der für den verletzten Marco Malsch auf Linksaußen agierte, einen sicheren Torschützen. Da der Gast zudem erst langsam auf Betriebstemperatur kam, wurden so die Hoffnungen auf einen Erfolg geweckt, die dann aber brutal zerstört wurden.

Erst traf Benedikt Dimmerling beim 9:10 (19.) zur ersten Gäste-Führung, ehe WHO-Torgarant Frantisek Chyba nach Foulspiel an Dominik Malolespky „Rot“ sah und sich die Fehler und Konzentrationsmängel im Spiel der Gastgeber häuften. Ruck zuck hatte sich der Gegner über 11:15 bis zur 14:21-Pausenführung abgesetzt – die Vorentscheidung war da längst gefallen. Gründe für den Aufschwung der Gäste waren zum einen die bessere Abwehr, zum anderen die Klasse des eigenen Rückraums, dem die WHO auch nicht ansatzweise etwas entgegenzusetzen hatte. Ob das Dimmerling-Trio, der starke Michael Blinzler, Kugelblitz Sebastian Peppler oder der quirlige Elia Sippel – sie trafen, wie sie wollten und setzen dies im zweiten Abschnitt nahtlos fort.

Und die Gastgeber? Sie fanden auch nach dem ernüchternden Pausenstand nicht die nötige Körpersprache und den Willen, dahin zu gehen, wo es wehtut. Lediglich drei Siebenmeter und acht Minuten Zeitstrafe belegen, dass die Partie eher den Charakter eines Trainingsspiels bekam. Doch man muss, bei aller Kritik, festhalten, dass sich das Fischer-Team nicht aufgab Michael Reuchsel zeigte auf der Chyba-Position gute Ansätze und traf fünfmal ins Schwarze. Und selbst der erneut gehemmt wirkende Nebosja Raljic deutete sein Vermögen zart an. Zu wenig jedoch, um das agilere, wachere und einfach bessere Gästeteam noch ernsthaft gefährden zu können.

HSG WHO: Schottmann, Ötzel - Breitbarth (1), Chyba, Raljic (3), Strümpf (3), Schneider, Jelusic (3) Schramm (2), Duric (2), Reuschsel (5), Hopf, Berz (8/2)

Großenl./Hainz.: Weber, Stadtmann - Sippel (6), L. Münker (1), B. Dimmerling (6), S. Münker (1/1), Malolepsky (3), Peppler (5), L. Dimmerling (7), Blinzler (6), Grosch, H. Dimmerling (3)

SR.: Diegeler/Zapke (Wollrode) - Z.:130

Siebenmeter: 2/2 - 1/1

Zeitstr.: 4 - 4 Minuten

Rote Karte: Chyba (WHO 20.) wegen Foulspiels

Von Michael W. Rimkus

Kommentare