Handball-Spielgemeinschaft

Handball: Landeck/Hauneck löst sich auf

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Das war’s dann: Die Handballspielgemeinschaft der HSG Landeck/Hauneck löst sich auf. Die beteiligten Vereine gehen zukünftig wieder getrennte Wege. Unser Foto zeigt die Meistermannschaft der weiblich en A-Jugend der Saison 2019/20. 

Die Handballspielgemeinschaft HSG Landeck/Hauneck löst sich nach fünf Jahren wieder auf. Die beteiligten Vereine gehen getrennte Wege.

Schenklengsfeld/Hauneck – Sowohl die SG Schenklengsfeld als auch der TSV Oberhaun wollen in der kommenden Saison, von der noch keiner weiß, wann sie beginnen soll, wieder eigene Teams zum Spielbetrieb melden.

Der TV Eitra hingegen, acht Serien in den 90ern in der Ersten und Zweiten Bundesliga vertreten, verschwindet im Jahr seines 110-jährigen Bestehens mangels Masse vollends von der Handball-Landkarte. Die Aufnahme einer Spielgemeinschaft der Eitraer mit Oberhaun, die vor der HSG Landeck/Hauneck bestand, wurde diskutiert, stand aber nicht zur Debatte. „Wir haben zu wenige, die für Handball zur Verfügung stehen“, sagt Willi Glebe, der Erste Vorsitzende des TVE.

Gerald Birkel, einst Trainer der ersten Männermannschaft und zuletzt Coach der A-Juniorinnen, die Vizemeister wurde, war einer der ganz wenigen, die die Grün-Weißen in der Spielgemeinschaft vertraten. „Mit Eitra geht eine lange Tradition zu Ende, sehr schade, aber nicht zu ändern“, sagt der Coach. Der TV Eitra besteht jetzt nur noch aus Breitensportsparten mit Abteilungen wie Damengymnastik, Volleyball und Radtouristik. „Damit sind wir auf dem richtigen Weg“, stellt Glebe fest. Die Mitgliederzahl beim TVE sei im letzten Jahr auf über 200 gestiegen.

Von den drei Vereinen war es vor allem der TSV Oberhaun, der die Rückkehr zur Eigenständigkeit anstrebte. Grundsätzlich sei die Zusammenarbeit in den letzten Jahren okay gewesen, berichtet Bernd Eidam. „Unser Problem war, dass von unseren Mitgliedern kaum jemand für die Vorstandsarbeit in einer Spielgemeinschaft Interesse zeigte oder bereit war, in einer SG mit in die Organisation einzusteigen“, sagt der Erste Vorsitzende.

Der Weg in die Eigenständigkeit sei auch ein Signal an die Mitglieder, sich wieder in die Vereinsarbeit einzubringen, erläutert der TSV-Verantwortliche. Die Oberhauner wollen mindestens drei Teams zum Spielbetrieb melden.

Zum einen eine von Hartmut Nuhn und Peter Janowitz trainierte Frauenmannschaft, die in der unteren Klasse, der Bezirksliga, anfangen muss. Zum anderen auch eine männliche C-Jugend, die Dirk Noll und Stefan Küllmer unter ihre Fittiche nehmen werden, sowie eine männliche D-Jugend, die von Nadine Kunze und Maren Opfer betreut wird. In Planung sind auch wieder Bambiniteams, die bei Turnieren aktiv sein sollen.

Für die SG Schenklengsfeld kam der Schritt der Oberhauner in die Eigenständigkeit sehr überraschend. „Vielleicht hat sich der eine oder andere angesichts der Corona-Krise Gedanken gemacht“, sagt Yvonne Bock. Allerdings ist die Erste Vorsitzende guter Dinge, dass auch die Landecker in Zukunft gut aufgestellt sind. Zwar seien die von Maik Baumann trainierten Männer in der abgelaufenen Saison oft nur mit sieben oder acht Feldspielern angetreten, hätten aber trotz Verletzungen einige beachtliche Resultate erzielt. Neben den Männern wollen die Schenklengsfelder auch ein Frauenteam ins Rennen schicken, das wieder in der Bezirksoberliga auflaufen soll.

Des Weiteren gibt es zwei Jugendteams: eine männliche A-Jugend und eine weibliche D-Jugend. Derzeit laufen auch Sondierungsgespräche mit einem weiteren Verein hinsichtlich einer SG. Ob es sich dabei um die aus geografischen Gesichtspunkten naheliegende Werrataler Spielgemeinschaft WHO handeln könnte, ließ Bock offen.

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