Handball: Für die WHO zählt nur ein Sieg

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Traf im Hinspiel acht Mal: Frantisek Chyba von der HSG Werra WHO.

Heringen Die Handballer der Werra WHO stehen am Samstag vor einem richtungsweisenden Spiel in der Landesliga. In Twistetal muss unbedingt ein Sieg her. 

 Man möchte ihn eigentlich nirgendwo lesen, diesen Satz fürs Phrasenschwein des Sports. Und doch drängt er sich auf: Am Wochenende zählt nur ein Sieg.

Denn das ist die Lage für Handball-Landesligist HSG Werra WHO, der am Samstag ab 19.15 Uhr bei der HSG Twistetal in der Mehrzweckhall in Twistetal-Mühlhausen gastiert. Die steckt als Drittletzter ebenfalls knöcheltief im Abstiegskampf, hat gerade einmal drei Zähler mehr als die WHO, die folglich bei einem Auswärtssieg am Gegner dran wäre. „Ganz klar, das müssen wir gewinnen“, sagt Marco Malsch, Rechtsaußen des Tabellenletzten. Malsch war es, der mit seinem 31:30-Siegtreffer gegen Bettenhausen seine Farben wieder hoffen ließ.

Danach gab das Team von Trainer Jörg Fischer auch beim 26:29 in Wanfried über weite Strecken kein schlechtes Bild ab. „Drei Punkte holen – das ist die Grundidee“, lässt auch Fischer keinen Zweifel am Druck, der auf seinem Team liegt. „Es geht darum, kühlen Kopf zu bewahren“, sagt er. „Das gilt besonders für die aufgeheizte Atmosphäre, die in der engen Halle herrscht.“ Fischer weiß um die Heimstärke des Gegners, der elf seiner zwölf Zähler auf eigenem Parkett holte.

„Wir dürfen uns nur wenige Fehler erlauben, müssen gut in der Abwehr stehen“, fordert er.

Die Stimmung im Team sei zwar gut, natürlich aber getrübt durch die schwere Verletzung von Florian Strümpf, der mit Achillessehnen-Teilabriss bis zum Saisonende ausfällt. „Das ist bitter, da bricht uns natürlich Qualität weg, das müssen wir erst mal auffangen“, weiß der Trainer.

An das Hinspiel haben die Handballer aus Widdershausen, Heringen und Obersuhl allerdings gute Erinnerungen. Der 39:36-Erfolg in eigener Halle gegen Twistetal war der erste Saisonsieg des Aufsteigers. Nach anfänglichem Rückstand zog die WHO dem Gegner davon und brachte den Vorsprung – anders als in mehreren anderen Duellen – sicher ins Ziel. Frantisek Chyba (8), Jan-Uwe Berz (7) und Marco Malsch (6) waren die besten Schützen für die WHO, die in keinem Saisonspiel mehr Tore erzielte.

Ein gutes Omen? „Schnee von gestern“, sagt Jörg Fischer. Und fordert: „Wir müssen kalt wie eine Hundeschnauze sein.“ Damit es klappt mit dem Sieg. Denn nur der zählt am Wochenende.

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