Kreisoberligist Haunetal hat den nächsten schwer verletzten Spieler zu beklagen

„Haben für Marcel gekämpft“

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Der Notarzt versorgte am Sonntag den schwer verletzten Marcel Schott, der mit einem komplizierten Schien- und Wadenbeinbruch ins Krankenhaus eingeliefert werden musste.

Bad Hersfeld. Fußball-Kreisoberligist SG Haunetal hat mit Marcel Schott den nächsten schwer verletzen Akteur zu beklagen. Der 21-jährige Mittelfeldspieler musste am Sonntag beim 3:1-Erfolg beim FSV Hohe Luft nach einem Zusammenprall mit dem Hohe Lufter Keeper Daniel Heinrich in der 65. Minute ins Krankenhaus gebracht werden.

Die erste Diagnose: Ein komplizierter Schien- und Wadenbeinbruch im rechten Bein direkt unterhalb des Knies. „Er hat uns noch am Sonntagabend geschrieben, dass er mehrfach operiert werden muss“, sagt Mannschaftsführer Marc Blucha. In einer ersten operativen Maßnahme wurde ihm das Bein zunächst fixiert. Senouci Allam hatte einen Beinbruch schon am Platz befürchtet. „Es war ein Knacken ähnlich dem Geräusch, das beim Brechen eines Astes entsteht, über den Platz zu hören“, berichtet Haunetals Trainer. „Mir ist es eiskalt über den Rücken gelaufen.“

Schnell erholt

Für Haunetal ist Schott bereits der dritte schwer verletzten Spieler. Bereits zum Saisonstart im Heimspiel gegen Bebra musste Jonathan Neuber mit Kiefer- und Jochbeinbruch im Krankenhaus behandelt werden. Neuber fällt ebenfalls noch ein paar Wochen aus, ebenso wie Keeper Hendrik Ruppel, der sich an der Schulter operieren lassen musste. Nach dem Wiederanpfiff der Partie – ein Abbruch stand nicht zur Debatte – erholte sich ausgerechnet Haunetal von dem Schock in der 65. Minute am schnellsten. Und fuhr beim 3:1-Erfolg durch Tore von Mehmet Sekerci, Simon Schott und Sebastian Schmidt den Sieg ein. Allam: „Wir haben in der Schlussphase für unseren Marcel gekämpft. Die Punkte gehen diesmal ins Krankenhaus. Aber das Ergebnis war mir am Sonntag eigentlich egal, ich hätte den Sieg gern gegen einen gesunden Spieler eingetauscht.“

Hohe Lufts Keeper Heinrich war am meisten geschockt. Beim Ausgleich durch Sekerci rutschte ihm der Ball durch die Finger. „Er saß noch nach dem Spiel völlig benommen in der Kabine“, sagt sein Trainer Martin Heß, der bestätigt, dass er sich in der Schlussphase ein kleines Wortgefecht mit Allam lieferte bei dem auch harte Worte gefallen sein müssen. „Er hat seine Spieler aufgefordert, zu foulen. Mir wäre es lieber gewesen,wenn der Schiri früher ein bisschen härter durchgegriffen hätte“, erläutert Allam.

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