Fußball-Kreisoberliga

„Glücksspiel unter freiem Himmel“ bei der SG Haunetal

+
Auf dem Weg nach oben befinden sich Haunetals Fußballer. Spielertrainer Denis Masic (im grünen Trikot) scheint sich als Verstärkungen zu entpuppen. 

Neukirchen – Es war ein Teil-erfolg für die Kicker der SG Haunetal, und es blieb ein Punkt übrig beim 1:1-Jahresauftakt auf eigenem Platz gegen die SG Dittlofrod/Körnbach.

Doch der Gastgeber scheint als jetzt Vorletzter auf dem richtigen Weg zum Klassenerhalt der Kreisoberliga Nord.

Mit zur Winterpause ergänztem Team stimmte die Mentalität des Gastgebers. Der neue Spielertrainer Denis Masic belebte das Offensivspiel, der Ex-Asbacher Jonas Seitz rückte neben Rückkehrer „Vicky“ Vladau in die Innenverteidigung. Man habe „schon gemerkt, dass beide Verstärkungen für uns sind“, sagte Frank Henning, Abteilungsleiter des FC Neukirchen. Nicht nur ihm gefielen Dinge, die so manche Anhänger Haunetals in der Vorrunde vermisst hatten.

„Die Einstellung auf dem Platz und die Körpersprache haben gestimmt“, fügte Henning hinzu, „auch das Aufbauspiel und das Spielsystem waren erkennbar. Wir hatten wieder mal ein paar Torchancen. Leider haben wir ein Tor zu wenig gemacht.“

Er meinte, dass der Gastgeber den zweiten Treffer hätte nachlegen müssen, dennoch habe es „hoffnungsvoll ausgesehen“.

Nachteilig sei gewesen, „dass wir verletzungsbedingt zu viel durchwechseln mussten. In der zweiten Halbzeit gab es keinen Spielaufbau mehr.“ Vladau, auch als 39-Jähriger von unschätzbarem Wert für sein Team, zog sich mutmaßlich eine Leistenzerrung zu, auch Sebastian Schmidt musste raus.

Und ein taktischer Schnitzer kostete Haunetal den Sieg. Als sich der Gastgeber bei 1:0-Führung kurz vor Spielende spielerisch befreien wollte, unterlief ein Fehler. Das kann passieren. Nicht aber, dass das Team in der Folge auf seiner rechten Abwehrseite entblößt war. Auch die Gelb-Rote Karte wenige Minuten zuvor war ein Grund dafür, warum es nicht zum Sieg reichte. Immerhin: Haunetal darf am kommenden Sonntag nochmals auf eigenem Platz ran (15 Uhr in Neukirchen gegen den ESV Hönebach).

Besser als Marco Abel hätte man die Gefühlslage der SG Dittlofrod/Körnbach nicht wiedergeben können. „Wir können definitiv mit dem Punkt leben. Die Moral unserer Mannschaft stimmt. Alles in Ordnung“, sagte das Mitglied des Führungsteams, das derzeit eine Art Abteilungsleiter ist.

„Du hättest auch abbrechen können“, ergänzte er, „in der zweiten Halbzeit herrschten irreguläre Verhältnisse. Unser Torwart machte einen Abschlag, und der Ball kommt zurück, du kriegst ihn gar nicht raus. Glücksspiel unter freiem Himmel ist normal verboten. Das hatte mit Fußball ganz wenig zu tun“.

Der Gast fand zu fast keiner Zeit ins Spiel, „das Kombinationsspiel, in dem wir sonst sehr sicher sind, haben wir gar nicht auf den Boden gekriegt“, beobachtete Abel. Im Tor stand der 49-jährige Alt-Herren-Keeper Michael Hofmann – der etatmäßige Torwart Klaus-Dominik Zipper war wenige Tage zuvor Vater geworden. Einem Aspekt gewann Abel Positives ab. „Jetzt haben wir wenigstens kein Nachholspiel und wahrscheinlich am Ostermontag frei.“ Dittlofrod/Körnbach muss am Sonntag erneut reisen – zur FSG Hohenroda.

Kommentare