Hersfelder Daniel Jede (14) schaffte den Sprung in die Junioren-Basketball-Bundesliga

Für Gießen auf Korbjagd

Talentiert: Der 14 Jahre alte Bad Hersfelder Daniel Jede geht jetzt in der Junioren-Bundesliga für Gießen auf Korbjagd. Foto: nh

Bad Hersfeld. Profisportler werden und in der Bundesliga spielen - nicht wenige, die sich in jungen Jahren leidenschaftlich einer Sportart hingeben, träumen genau davon insgeheim. Auch Daniel Jede hat diesen Wunsch. Das Besondere: Im Gegensatz zu jenen, bei denen es wohl stets beim Träumen bleibt, ist er seinem großen Ziel inzwischen ein Stück nähergekommen. Der Hersfelder spielt in der seit dieser Saison bestehenden JBBL, der Basketball Bundesliga der unter 16-Jährigen.

Zunächst Fußballer

Dabei hatte sich der 14-Jährige eigentlich bereits einer anderen Sportart verschrieben. Wie die meisten kleinen Jungs begann er früh das Fußball spielen, acht Jahre lang kickte er bei der SG Hessen Hersfeld. Erst vor zwei Jahren entdeckte der Hersfelder den Basketball für sich, im Sommer 2008 tauschte er das Fußballtrikot schließlich komplett gegen die Basketballshorts. „Mein älterer Bruder Vitali hat früher Basketball gespielt“, erinnert sich Daniel an die vergangenen Jahre. „Ab und zu hat er mich zum Training mitgenommen und vorletzten Februar habe ich dann richtig angefangen zu spielen.“

Barite erkannte Daniels Talent

Recht schnell erkannte Trainer Alai Barite Daniels Talent und förderte den damals Zwölfjährigen. Im Vorfeld der aktuellen Saison schickte er seinen Schützling schließlich zu einem Sichtungstag nach Gießen, an dem die JBBL Trainer eine Trainingseinheit leiteten und sich zahlreiche junge Talente ansahen. Der Hersfelder wusste zu überzeugen und kam - neben dem Gießener Nachwuchs und einigen anderen Mittelhessen - in den JBBL-Kader der LTi Gießen 46ers Juniors.

Seit dem hat sich in Daniels Leben einiges geändert. Zweimal in der Woche wird er von seinen Eltern zum Training nach Gießen gefahren, daneben trainiert er wenn er Zeit hat in Hersfeld und an den Wochenenden steht er für sein Gießener Team sowie die Hersfelder u18-Mannschaft in der Halle. „Das ist schon alles ziemlich stressig, auch mit der Schule und den Hausaufgaben“, gibt der 14-Jährige, der als Ausgleich zum Basketball gerne Tischtennis und Computer spielt, zu. Doch ohne zu zögern ergänzt er: „Ich will das aber unbedingt so durchziehen und gebe mein Bestes dafür.“

Steht immer im Kader

Diese Einstellung zeigt Daniel auch in jeder einzelnen Trainingseinheit. Während ihm, einem der Jüngsten im Kader, zu Beginn der Saison eher keine Einsatzzeit in Aussicht gestellt wurde, ist er inzwischen regelmäßig in der Aufstellung der 46ers Juniors zu finden. „Im Training muss man sich seine Spielzeit verdienen“, erzählt der Hersfelder, „jeder bekommt seine Chance und eigentlich ist es ganz einfach: Wer hart arbeitet und gute Leistungen zeigt, der spielt.“

Eine Formel, die Erfolg versprechend scheint. In der Division Mitte/Ost liegt der Gießener Nachwuchs derzeit auf dem zweiten Rang und hat beste Aussichten, die Playoffs zu erreichen, in denen es schließlich um die Meisterschaft geht. Auch hier will Daniel dabei sein. „Ich habe auf jeden Fall das Ziel, im Basketball etwas zu erreichen“, sagt er voller Entschlossenheit, „und dafür werde ich alles geben.“

Von Kristina Marth

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