Handball-Landesliga: TV Hersfeld will im Topduell gegen Wanfried Platz zwei behaupten

Mit Geduld und Köpfchen

Trainer Dragos Negovan (Bild oben) gibt die Richtung vor. Seine Mannschaft will am Samstag im Heimspiel gegen Wanfried jubeln, wie Fynn Reinhardt im Heimspiel gegen Rotenburg. Fotos: Eyert

Bad Hersfeld. Zwölf von zwölf Heimspielen ungeschlagen: So lautet die beeindruckende Saisonbilanz. Nicht ein einziges Mal mussten sich die Landesliga-Handballer des TV Hersfeld bisher in der Geistalhalle geschlagen geben. Im letzten Heimspiel (Samstag, 18.30 Uhr) soll diese Serie nun nicht reißen – auch wenn mit dem Wanfrieder VfL ein bärenstarker Gegner wartet.

Was für die Hersfelder nämlich primär ihr Abschied vom Heimpublikum ist, ist in der Liga das Topduell des Spieltags. Der TVH belegt aktuell den zweiten Platz, die Gäste liegen nur einen Rang dahinter. Beide Teams trennt nur ein einziger Zähler, weshalb der Sieg im heutigen Spiel einen großen Schritt in Richtung Vizemeisterschaft bedeutet.

Bis auf Krause alle fit

Dass seine Mannschaft alles dafür geben werde, ihre Heimserie nicht am Ende der Saison noch reißen zu lassen, steht für Hersfelds Trainer Dragos Negovan außer Frage. „Natürlich wollen wir das Spiel gewinnen“, sagt er und berichtet, dass bis auf den nach wie vor angeschlagenen Andreas Krause alle Mann fit zur Verfügung stehen. Trotz Selbstbewusstsein und Optimismus weiß der Trainer jedoch auch, dass das Spiel eine echte Herausforderung wird. Wanfried sei eine starke Mannschaft und im Laufe der Saison stabiler geworden, meint er und bescheinigt den Gästen eine der besten Abwehrreihen der Liga. Die Stärke der Gegner sieht er vor allem im Kollektiv - auch wenn in Berichten rund um den VfL häufig von zwei Namen die Rede ist: Zum einen von Milos Milosavljevic, ehemaliger serbischer Erstligaspieler und mit 144 Treffern aktuell fünftbester Torschütze der Liga, zum anderen von Spielmacher Stefan Schröder, dem es immer wieder gelingt, seine Mitspieler bestens in Szene zu setzen.

Aus dem Hinspiel dürften beide den Hersfeldern noch gut in Erinnerung sein – wobei das Spiel an sich wohl lieber aus dem Gedächtnis gestrichen werden würde. Schon zur Halbzeitpause lag der TVH in Wanfried mit satten zehn Zählern zurück und musste sich am Ende 27:32 geschlagen geben. Knackpunkt war vor allem das Angriffsspiel: „Wir waren zu überhastet, haben zum Teil zu früh abgeschlossen und dadurch dann einen Konter nach dem anderen gefangen“, erinnert sich Negovan.

Ein „kleiner Unfall“

Seine Maßgabe für heute Abend ist daher klar: Geduld haben und mit Köpfchen agieren. Dass sie dies in der Regel können, haben die Hersfelder in den vergangenen Wochen immer wieder bewiesen. Vor der Niederlage in Alsfeld vor zwei Wochen, die der Trainer als „kleinen Unfall“ bezeichnet, hatten sie fast vier Monate lang nicht mehr verloren. Die letzte Niederlage kassierten sie Mitte Dezember. Und der Gegner lautete? VfL Wanfried.

Von Kristina Marth

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