Futsal: B-Ligist Real Español Bebra zieht überraschend in die Endrunde ein

Spanier sorgen für Stimmung

Er steht mit der SG Nentershausen/Weißenhasel/Solz in der Endrunde der Titelkämpfe: Rico Muhlack (links), der hier den Ball im Spiel gegen Hattenbach führt. Foto: Walger

Bebra. Der zweimalige Endspielteilnehmer SG Mecklar/Meckbach/Reilos und Kreisoberliga-Tabellenführer SG Hessen/SpVgg. Hersfeld drückten den beiden Vorrundenspieltagen der dritten Futsal-Hallenkreismeisterschaft der Männer in der Bebraer Großsporthalle ihren Stempel auf. Sie landeten jeweils fünf Siege und überzeugten mit einem Torverhältnis von 13:1 beziehungsweise 10:1.

„Nach dem vorsichtigen Beginn gegen Gruppenligist Aulatal haben wir immer besser ins Turnier gefunden“, resümierte Hersfelds Betreuer Helwig May. Niko Pepic hatte 20 Sekunden vor Schluss zum 1:0 getroffen. Für die Aulataler begann dagegen vor dem letzten Spiel das große Rechnen. Würde es zur Finalteilnahme reichen? Die Bedenken von Steffen Schneider, der Trainer Markus Pflanz vertrat, zerstreute dann Bogdan Cojocaru mit seinem Siegtreffer gegen die SG Gudegrund/Konnefeld.

Auch Titelverteidiger Rotenburg/Lispenhausen ließ in dieser Staffel nichts anbrennen. Die SG unterlag nach einem spannungsgeladenen Spiel nur Hersfeld mit 1:2. „Von den Hessen waren wir nicht so weit weg, wenn nicht sogar ebenbürtig“, analysierte Rotenburgs Coach Steffen Oelschläger und legte nach, dass diese Gruppe gutes Niveau gehabt und seine Elf gezeigt habe, dass sie das Hallenspiel durchaus beherrsche.

Den Lupfer gepflückt

Dabei hat sein Team Wiedergutmachung betrieben, denn am Vorabend in Reichensachsen war es fünfmal als Verlierer vom Parkett gegangen. Für Lichtblicke sorgte Torjäger Steffen Kanngießer, der gleich mehrfach vom Punkt traf. Bei seinem vierten Strafstoß gegen Ausbach/Friedewald überkam ihn dann aber der Übermut. Er wollte die Kugel über Keeper Tobias Winter lupfen und scheiterte dabei. „Das werde ich nächste Woche nicht noch mal versuchen“, sagte er schmunzelnd mit Blick auf die Endrunde. Kanngießern hatte mit seinen sechs Treffern wesentlichen Anteil am Weiterkommen.

Am Sonntagnachmittag war in der Gruppe vier der TSV Herfa das Maß aller Dinge. Die Männer um Christian Kraus ließen nur im Auftaktmatch gegen die FSG Hohenroda beim 2:2 Punkte liegen. Mit 6:0 landeten sie gegen Lokalmatador Español Bebra auch den höchsten Sieg.

Apropos Español: Zu diesem Zeitpunkt hatten die Bebraer die Endrundenteilnahme schon sicher und ließen ein wenig die Zügel schleifen. Die Spanier hatten zuvor zur Freude ihres Trainer Jesus Fernandez mit einem engagierten Auftritt gegen den Kreisoberligisten SG Obergeis/Untergeis für richtig Stimmung gesorgt. Lugman Noori (2), Juan Botella-Amadov, Kevin Zettl und ein Eigentor sorgten für den klaren Erfolg.

Auch gegen den zweiten Kreisoberliga-Vertreter, die FSG Hohenroda, gelang dank des Treffers von Mehmet Fellahoglu ein Dreier. Die Hohenrodaer mussten beim abschließenden 3:3 gegen die FSG Heringen lange zittern, bis das Weiterkommen gesichert war. IN ZAHLEN

Von Thomas Becker

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