Fußballer müssen wohl mit einer Komplettabsage rechnen

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Das wird wohl nichts: Unser Symbolfoto entstand am Dienstagabend auf dem schneebedeckten und gefrorenen Sportplatz in Meckbach.

Eigentlich soll für die Fußballer am Wochenende die Rückrunde beginnen. Doch es steht wohl zumindest für den Kreis Hersfeld-Rotenburg eine Komplettabsage bevor. Wir haben uns mal umgehört, wie sich die Vorbereitung bei Dauerfrost gestaltet.

Bad Hersfeld. Hallentraining mit Ball in Kirchheim, Bodycross-Training sowie Spinning im Fitnessstudio in Neukirchen – das sind die Alternativen bei diesen Minustemperaturen für den Fußball-Gruppenligisten SG Aulatal. „Wir haben keine Wahl. Sonst müssen wir auf Kunstrasenplätze gehen“, sagt Trainer Markus Pflanz.

Markus Pflanz

Bis auf die Testspiele konnte die Mannschaft gerade einmal auf den Platz im Freien. „Wir sind ja froh, dass wir die Halle in Kirchheim nutzen können“, sagt Pflanz. Das Bodycrosstraining – ein Zirkeltraining mit 50 Sekunden Übung, dann 15 Sekunden Pause unter Anleitung von Sascha Korth – erfreut sich großer Beliebtheit bei den Aulataler Spielern. Die Einheiten sind gut besucht. Mit den Leistungen, nicht aber den Ergebnissen, aus den Testspielen ist Pflanz mehr als zufrieden. Die Partie gegen Steinbach ging mit 1:5 verloren, in Hünfeld gewannen die Aulataler mit 2:1 und gegen den Gruppenligisten Körle verloren sie am Sonntag in Asbach mit 2:3.

„Es geht nicht viel zurzeit“, gibt Roman Prokopenko, der Spielertrainer des Fußball-Kreisoberligisten SG Hessen/SpVgg, zu. Freitags gehe man in der Vorbereitung regelmäßig in die Halle zum Training.

Am Montag hat Prokopenko aufgrund der eisigen Kälte sogar das Training ausfallen lassen. „Es bringt nichts, wenn die Jungs schon ohne Lust und mit gesenktem Kopf ankommen“, sagt er. Deshalb hätte der junge Coach des Tabellenführers auch nichts dagegen, wenn der Spieltag fürs Wochenende komplett für den Kreis abgesagt würde. „Erstens kann man auf den Plätzen nicht vernünftig Fußball spielen, zweitens wird die Tabelle zersplittert, wenn punktuell gespielt wird“, sagt er.

RomanProkopenko

Der Hessenplatz sei derzeit knüppelhart gefroren, darunter befinde sich eine Zentimeter tiefe Matschschicht. „Das dauert sicher noch, bis da wieder was geht“, sagt Prokopenko.

Klaus Wächter von der SG Eiterfeld/Leimbach rechnet vor dem übernächsten Wochende nicht damit, dass das Fußballprogramm ins Rollen kommt. In der Vorbereitungszeit konnte er nur in der Halle trainieren. „Das ging ganz gut, wir sindda sehr gut zurechtgekommen.“ Die Hallensituation sei in Eiterfeld sehr gut. „Wir konnten auch die Reithalle nutzen. Die kannte ich noch aus meiner Zeit in Wölf“, erklärt Wächter. Die Reithalle habe entsprechende Maß und auch der mit Sägespänen ausgelegte Untergrund sei gut: „Da kannst du drauf trainieren wie am Strand von Mallorca.“

Für den Gruppenligisten SVA Bad Hersfeld bestünde zwar rein theoretisch die Möglichkeit, sein Heimspiel gegen Eichenzell am Sonntag auf dem Asbacher Kunstrasenplatz auszutragen. Doch auch der Kunstrasen ist zurzeit nicht bespielbar. „Wir konnten ihn in den letzten beiden Wochen gar nicht nutzen, weil er knüppelhart gefroren und spiegelglatt ist“, sagt SVA-Trainer Frank Ullrich – und hofft auf eine Komplettabsage für die Gruppenliga durch Klassenleiter Erhard Zink. EINWURF, HIGRU

Von Hartmut Wenzel und Sascha Herrmann

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