Fußball-Verbandsliga: Steinbach verpasst das Siegtor

+
War mit seinem ersten Auftritt in der Fußball-Verbandsliga zufrieden: Der aus Neukirchen stammende Lukas Gemming, der hier von den Kaufungern Erik Moraozov (links) und Bastian Schäfer (rechts) attackiert wird. 

Steinbach. Letztlich leistungsgerecht war das 1:1 (0:1)-Unentschieden des SV Steinbach im Auftaktspiel der Fußball-Verbandsliga gegen den SV Kaufungen am Sonntagabend.

Ein bisschen hat aber das Pech beim SV Steinbach mitgespielt. Die Gäste hatten in der zweiten Halbzeit zu kämpfen, denn die Steinbacher wurden nach der Pause mit der Einwechslung von Spielertrainer Petr Paliatka besser.

„Wir haben in der ersten Halbzeit geschlafen, da war keiner wach, keiner wollte den Ball haben“, ärgert sich der Coach, der sich nach der Pause für Marcel Ludwig einwechselte. Davor war von den Gastgebern nach einer guten Anfangsphase nicht viel zu sehen, viel mehr als zwei Distanzschüsse von Petr Kvaca hatte der Hessenliga-Absteiger nicht zu verzeichnen. Kaufungen, das erst am Dienstag 120 Minuten im Pokal gehen musste, war besser, laufstark, präsent und hatte durch Nick Krug nach 24 Minuten das erste Ausrufezeichen gesetzt. Er traf mit einem satten Weitschuss, bei dem Keeper Christian Beikirch – er soll sich mit Daniel Heinrich im Tor in den nächsten Wochen abwechseln - keine Chance hatte.

Treffer aus heiterem Himmel

Für die Kaufunger Führung sorgte dann Stürmer Niklas Schöttner, der den verletzten Torjäger Timo Boll gut vertrat: Schöttner ließ nach einem Steinbacher Ballverlust drei Gegenspieler stehen und traf überlegt ins kurze Eck (32.). Es war ein Tor wie aus heiterem Himmel. Steinbach war in diesem Moment geschockt. Wer weiß, wie die Partie ausgegangen wäre, hätte der Gast nachgelegt. „Wir haben ganz viel Mentalität gezeigt, ganz viel Leidenschaft. Die erste Halbzeit war richtig gut“, lobte Kaufungens Trainer, der Ex-Profi Jörg Müller.

Die Steinbacher Bank mit von links Steffen Trabert, Fabian Koch, Daniel Heinrich, Jan Ullrich, Max Schäfer und Pascal Manß. 

Nach dem Seitenwechsel änderte sich das Bild: Steinbach war wie ausgewechselt, Kaufungen bekam keinen Zugriff mehr und kassierte kurz nach Wiederbeginn den Ausgleich. Rene Pritsch bekam am Boden liegend den Ball von Mateo Duvnjak an die Hand, der Neuzugang ließ sich nicht lange bitten und traf selbst vom Elfmeterpunkt zum Ausgleich (48.). Besonders gefährlich wurde es immer wieder, wenn Paliatka seine weiten Pässe auf Kvaca schlug. Von Rechtsaußen entstanden viele gefährliche Situationen.

Nur die Latte getroffen

Der SVS war nun am Drücker, Kaufungen wiederum hatte Glück, dass ein Foulspiel an Kvaca nicht geahndet wurde (58.), zudem traf der Tscheche aus der Distanz nur die Latte (64.), Duvnjak wiederum hatte weitere gute Möglichkeiten (53., 90.). Die größte Chance zum 2:1 hatte wiederum Nikola Milenkovski, dessen klasse getretenen Freistoß aus 20 Metern SVK-Keeper Niklas Grujo noch besser mit dem Fuß parierte (71.), danach war Michael Wiegand zu überrascht. Schöttner (62.) sowie Cedric Dziabas (77.), der frei vor SVS-Keeper Christian Beikirch stehend den Ball nicht richtig traf, hätten wiederum das 2:1 für die Gäste markieren können. So stand am Ende eine Punkteteilung, mit der die Gäste besser leben können: „Mein Kompliment, wir haben Mentalität, Einstellung und viel Leidenschaft gezeigt“, strahlte Müller. (rg/wz)

Kommentare