Fußball: Unterhaun rückt auf 

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Fünf Tore, tolles Spiel: Unterhaun (links Adrian Bohle) besiegte Philippsthal (Justin Meier) 3:2.

Unterhaun schnuppert nach dem 3:2 in der Fußball-Kreisliga A2 gegen Philippsthal wieder am Aufstiegs-Relegationsplatz zwei, neun Punkte liegt der Siegerhinter Ausbach/Friedewald.

Unterhaun – Es kommt Bewegung ins Tabellenbild der Fußball-Kreisliga A2 – wenn auch nur ein bisschen. Spitzenreiter VfL Philippsthal sollte die 2:3-Niederlage vom Sonntag aus dem Topspiel beim SV Unterhaun nicht umwerfen, sein Vorsprung auf den ärgsten Verfolger, den Tabellenzweiten Ausbach/Friedewald, beträgt noch immer stolze zehn Punkte (und ein Spiel). Unterhaun schnuppert wieder an Aufstiegs-Relegationsplatz zwei, neun Punkte liegt der Sieger des Sonntags hinter Ausbach/Friedewald – bei zwei weniger ausgetragenen Partien.

„Wir hatten uns viel vorgenommen“, sagte Fabian Kallée, „doch auch nach dem bitteren frühen Nackenschlag durch Tim Ruchs Freistoßtor hat unsere Mannschaft gefightet. Wir haben gegengehalten und wollten aggressiv sein“, gab Unterhauns Spielertrainer preis.

Auch er beobachtete, dass „wir in der ersten Halbzeit zu weit vorn standen als Mannschaft, das Loch in der Mitte war zu groß“. Er meinte den Abstand zwischen den Mannschaftsteilen. „In der zweiten Halbzeit haben wir das abgestellt.“ Kallées Team bekam jetzt seinen Lenker Daniel Pfromm ins Spiel, der das Geschehen an sich riss. Unterhaun erzeugte großen Druck, der Spielertrainer sprach von einer geschlossenen Mannschaftsleistung. „Wir wollten den Sieg ein bisschen mehr, haben ihn uns erarbeitet. Und auch verdient.“

Alles gut beim VfL Philippsthal. Jedenfalls konnte man dem Team keinen Vorwurf machen, nicht alles versucht zu haben. „Im Prinzip hat sich ja nichts geändert“, machte Coach Gerd Ruch eine einfache, aber plausible Rechnung auf. „Wir haben in zwei Spielen dieses Jahres drei Punkte geholt – unser Verfolger Ausbach/Friedewald aus zwei Spielen nur zwei.“

Auch der Trainer sah zwei unterschiedliche Halbzeiten. „Die erste ging an uns, die zweite an Unterhaun.“ Philippsthal trug seinen Teil zu einem attraktiven Fußballspiel bei – und hätte die Partie bis zum Seitenwechsel durchaus entscheiden können. „Wenn wir mit einer Ein- oder Zweitore-Führung in die Pause gehen, hätte sich Unterhaun nicht beschweren dürfen.“ Pech, dass der VfL nach der Aktion von Unterhauns Keeper Welle gegen Schneider keinen Elfer bekam, und Stiebing unmittelbar vor dem Wechsel freistehend verzog.

Im zweiten Durchgang war der VfL nicht mehr so präsent. Die Unterstützung für die Spitzen fehlte vollends, im Mittelfeld gab’s ein „Riesen-Loch, das wir vor allem in der zweiten Halbzeit nicht mehr zubekommen haben“, sagte Ruch, der dafür keine Erklärung parat hatte. Zudem erwischte die rechte Seite seines Teams keinen guten Tag. Positiv indes: das Comeback des mehr als ein Jahr verletzt fehlenden Tempodribblers André Zimmermann. Er deutete auf Anhieb an, dass er die Lücke seines Teams füllen könnte.

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