Fußball: Sorga/Kathus verliert "Abstiegs-Endspiel" gegen Rotenburg/Lispenhausen 0:3

+
Jetzt wird es verdammt eng für die Fußballer der SG Sorga/Kathus und Kapitän Steffen Seling (links) mit dem Klassenerhalt der Kreisoberliga. 

Sorga – Viel Kampf, Krampf, Hektik und Emotionen prägten das „Abstiegs-Endspiel“ der Fußball-Kreisoberliga Nord am Ostersamstag.

In der SG Rotenburg/Lispenhausen hatte es einen verdienten Gewinner, die sich bei der SG Sorga/Kathus mit 3:0 (1:0) durchsetzte. Während es für letztganntes Team als Schlusslicht der Tabelle immer schwieriger wird, den Erhalt der Liga noch zu schaffen, schöpft der Sieger fünf Spiele vor Ende der Serie noch einmal Hoffnung.

Dass der Gastgeber den Vergleich verlor, hatte er sich selbst zuzuschreiben. Schon nach zehn Minuten hätte er 1:0 oder 2:0 führen müssen: Adi Kutschkes Kopfball (2.), die Versuche seines jüngeren Bruders Tony mit dem Kopf (7., 8.) und vor allem die hundertprozentige Chance des Kapitäns Sieling (10.) waren beste Belege hierfür.

Rotenburg/Lispenhausen, anfangs nicht wach und bei der Sache sowie fahrlässig im Zweikampfverhalten, arbeitete sich zunehmend besser in die Partie hinein. Und als Sorga/Kathus auf seiner halblinken Position verteidigte, wie es gar nicht geht, nutzte Gäste-Routinier Köthe dies zur Führung. Ein zweites Tor war möglich, doch Solztals Keeper Kornder reagierte nach Kanngießers Flachschuss klasse (43.). Als wollte sich Rotenburg/Lispenhausen selbst verletzten, begann der Gast den zweiten Abschnitt. Kanngießer, in die Abwehrreihe zurückbeordert, wartete mit seinem Befreiungsversuch nahe der Mittellinie so lange, bis ihn ein Gegenspieler störte, Rudi Görzen Sekunden später frei durch war, Seidenstricker ihn im Laufduell im Sechzehner foulte – Sorga/Kathus aber die Elfer-Chance nicht nutzte. Niklas Mittendorf scheiterte am jungen Keeper Jannis Bämpfer, der den unplatziert getretenen Standard mit einer Hand reflexartig abwehrte (50.).

Sorga/Kathus hatte sich seiner Möglichkeiten selbst beraubt, machte den Kontrahenten stark – und der war spätestens nach Jan Hansteins 2:0 nach einer Stunde obenauf. Letztgenannter nutzte Kanngießers auf den zweiten Pfosten getretenen Freistoß. Unbehelligt durfte er aus Nahdistanz treffen.

Dem Gastgeber fehlte es an Aufbäumen – und als Spielertrainer Andy Kurz und Rudi Görzen angeschlagen vom Feld mussten, durfen sich so manche ihrer Mitspieler eine dicke Scheibe vom unermüdlichen Einsatz genannter Spieler abschneiden. Dass Jäger noch Gelb-Rot sah und Sorga/Kathus in Unterzahl zu Ende spielen musste, tat nicht mehr viel zur Sache.

Stattdessen zeigte Maxi Weber, seit seinem Kreuzbandriss im August vergangenen Jahres wieder im Einsatz, welch fußballerische Intuition in ihm steckt. Hatte er es zuvor versäumt, zweimal zu besser postierten Mitspielern nach innen zu passen, schlenzte er die Kugel in der Nachspielzeit aus halbrechter Postion am Strafraumeck gefühlvoll ins lange Eck. Nicht nur dieser Treffer kam einer Befreiung gleich.

Sorga/Kathus:Kornder - Röth, Vollmer, Witkowsky, Alex Görzen - Sieling, Jäger, Adrian Kutschke, Rudi Görzen - Kurz, Tony Kutschke sowie Pfaff, Mittendorf, Landsiedel

Rotenburg/Lispenhausen: Bämpfer - von Kintzel - Möller, Orth - Alex Wahl, Seidenstricker, Goetzke, Hanstein, Schaub - Köthe, Kanngießer sowie Bode, Detlefsen, Weber

SR:Dostal (Eiterfeld), Z: 150

Tore:0:1 Köthe (28.), 0:2 Hanstein (60.), 0:3 Weber (90.+2)

Gelb-Rot: Jäger (Sorga/Kathus, 71.)

Besonderes Vorkommnis: Bämpfer wehrt Mittendorfs Foulelfmeter ab (50.)

Kommentare