Fußball: SG Festspielstadt gastiert im Kellerduell in Großenlüder

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Bloß nicht lockerlassen: Tim Emmerich (in Blau) und seine Teamkollegen von der SG Festspielstadt/SpVgg haben den Kampfgeist wieder für sich entdeckt. 

Bad Hersfeld – Mehr Abstiegskampf geht nicht: Am Sonntag (15 Uhr) gastiert Fußball-Gruppenligist SG Festspielstadt/SpVgg bei Teutonia Großenlüder. 

Oder anders gesagt – der Tabellendreizehnte erwartet den Vierzehnten. Zwei Punkte trennen die Gastgeber vom Aufsteiger aus Bad Hersfeld.

Dieser präsentierte sich am vergangenen Sonntag ansatzweise wie neugeboren und trotzte dem Tabellenzweiten Ehrenberg immerhin ein 0:0 ab. Endlich waren wieder Einsatzwillen, sowie Kampf- und Teamgeist im Spiel der Hersfelder zu erkennen. Sieben Spieltage vor Saisonende (siehe Restprogramm) ist das ein gutes Zeichen.

Um letztendlich aber den Klassenerhalt zu realisieren, sollte die Mannschaft von Spielertrainer Roman Prokopenko vielleicht auch mal wieder ein Tor schießen. So steht nach den vier Begegnungen nach der Winterpause lediglich ein einziger Treffer und ein erschreckendes Torverhältnis von 1:13 in der Bilanz.

Doch auch Großenlüder hat das Toreschießen nicht erfunden (24 Saisontore) und gehört zu den drei Teams, die sogar noch weniger jubeln durften als die Hersfelder (32). Beim 1:1 im Hinspiel – mit überschaubarem fußballerischen Niveau am Tag der Deutschen Einheit – egalisierte Emmanuel Crawford zehn Minuten vor dem Abpfiff den Führungstreffer von Niklas Wese. Mehr sei einfach nicht drin gewesen, bilanzierte Prokopenko damals treffenderweise.

Und was ist für die Festspielstädter am Sonntag drin? „Die Lust, wiedermal ein Spiel in der Gruppenliga zu gewinnen, ist absolut da. Für die Jungs war es ein gutes Gefühl, gegen ein Spitzenteam wie Ehrenberg einen Punkt zu holen – auch wenn einer letztlich wohl wenig hilft“, sagt der Spielertrainer, der auch selbst wieder einsatzbereit ist. Weil auch Emma Crawford und Lahbib El Ouariachi wieder zur Verfügung stehen, ist die Personalsituation erstmals seit der Winterpause ganz komfortabel. „Ob ich an der Aufstellung aber etwas ändere, muss ich mir noch überlegen“, sagt der 28-Jährige.

Seit dem 13. Oktober warten die Hersfelder mittlerweile auf einen Sieg. Eine Negativserie von sieben Niederlagen und einem Remis (Torverhältnis 5:26) hat den Aufsteiger in Abstiegsgefahr gebracht. Seit Sonntag aber atmen die SG-Kicker wieder. „Wir fahren mit neuem Selbstvertrauen dorthin und machen uns keinen Druck“, stellt Prokopenko klar.

DAS RESTPROGRAMM der SG Festspielstadt

Noch sieben Spiele

14.04. A Großenlüder (13.Platz) 20.04. A Elters (4.) 28.04. H Schlitzerland (15.) 05.05. A Oberzell/Zünt. (11.) 12.05. H Thalau (3.) 19.05. A Rothemann (16.) 25.05. H Hosenfeld (7.)

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