Fußball: SG Festspielstadt droht am Sonntag der Abstieg

+
Auf dem Weg in die Kreisoberliga: Den Fußballern der SG Festspielstadt/SpVgg droht nach nur einer Saison schon wieder der Abstieg aus der Gruppenliga. 

Bad Hersfeld – Vorletztes Heimspiel für die Fußballer der SG Festspielstadt/SpVgg in der Gruppenliga: Am Sonntag (15 Uhr) treffen die Hersfelder in Asbach auf den FSV Thalau.

Soll am Sonntagnachmittag nicht schon drei Spieltage vor Saisonende der Abstieg feststehen, sind Spielertrainer Roman Prokopenko und seine Jungs zum Siegen verdammt.

Was aber macht Hoffnung vor dem Spiel gegen den Tabellendritten aus der Rhön? Der Geist von Liverpool ist dieser Tage zwar in aller Munde. Doch sind wir mal ganz ehrlich: Diese Hersfelder Mannschaft hat zuletzt nicht den Eindruck erweckt, alles für den Klassenerhalt zu tun. Und dabei fällt es beim Blick auf den Kader noch immer schwer zu glauben, dass die Hersfelder nach nur einem Jahr aller Voraussicht nach schon wieder in die Kreisoberliga absteigen müssen.

Nun ist es aber so, dass die Tabelle nicht lügt. Und leider auch nicht die grauenhafte Bilanz, die der Aufsteiger aus der zukünftigen Hessentagsstadt vorzuweisen hat. Fünf von 39 möglichen Punkten hat die SG Festspielstadt/SpVgg aus den letzten 13 Begegnungen geholt. FÜNF. Ein Sieg, zwei Remis und zehn Niederlagen. 9:33 Tore. Keine Frage – das ist die Bilanz eines Absteigers.

Vergebliche Rechenspiele

Sollte Eichenzell aus der Verbandsliga absteigen, wird es in der Gruppenliga vier Mannschaften treffen. Drei Spieltage vor Saisonende trennen Hersfeld von Oberzell/Züntersbach acht Punkte plus schlechteres Torverhältnis. Sollten nur drei Teams absteigen, müsste die SG noch den Viertletzten Kerzell hinter sich lassen. Fünf Punkte plus schlechteres Torverhältnis beträgt in diesem Fall der Rückstand.

Und da Kerzell am Sonntag auf Schlusslicht und Absteiger Rothemann trifft und somit vermutlich auf 33 Punkte kommen wird, sind die Hersfelder Hoffnungen auf den Klassenerhalt in etwa so realistisch wie die Bundesliga-Torjägerkrone für Mario Gomez. Ziemlich genau ein Jahr, nachdem sich der SVA aus dem Spielbetrieb zurückgezogen hat, droht dem Hersfelder Fußball nun also ein neuerlicher Tiefschlag.

Wie aber gehen Prokopenko und sein Team die Aufgabe am Sonntag an? Realistisch. „Ich habe nichts mehr durchgerechnet, aber wir wissen, dass wir in Oberzell hätten gewinnen müssen, um es noch selbst in der Hand zu haben“, sagt der 29-Jährige. Man habe sich mit der Situation arrangiert. „Aber man kann sich auch in den letzten Gruppenliga-Spielen noch einmal beweisen“, sagt Prokopenko.

Kommentare