Fußball: Niemand rechnet mit einer Relegation

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Spielertrainer Fabian Kallée un der SV Unterhaun wären nach der Quotienten-Regelung zur Teilnahme an der Relegation zur Kreisoberliga berechtigt.

Sollten bei einem Saison-Abbruch die Relegationsspiele entfallen, würden einige Klubs auf der Strecke bleiben. Andere wiederum wären die Gewinner, weil sie nicht absteigen müssten.

Die Glücklichen

SG Mecklar/Meckbach/Reilos:Zufrieden mit der Empfehlung des HFV ist man natürlich beim Kreisoberligisten SG Mecklar/Meckbach/Reilos, dem auf diesem Weg der Abstieg auf alle Fälle erspart bliebe. Allerdings, so stellt Uwe Horn, Vorsitzender des TSV Mecklar klar, hätte man zumindest im Vorstand die Saison gern zu Ende gespielt. „Der Wiederbeginn nach der Winterpause hatte uns Mut gemacht, wir hätten die Klasse auch auf sportlichem Weg gehalten“, ist sich Horn sicher, der zugibt, dass das Meinungsbild bei einer Umfrage in der Mannschaft selbst weitaus weiter auseinanderklaffte.

SG Ausbach/Friedewald:„Wir haben kein schlechtes Gewissen, dass wir bei Saison-Abbruch Meister wären. Wir hatten in den letzten Jahren vier Anläufe und sind zweimal in der Relegation gescheitert“, sagt Matthias Hartmann, der sportliche Leiter des TSV Friedewald. Sechs Punkte Vorsprung hatte sich die SG Ausbach/Friedewald bis zur Corona-Unterbrechung Mitte März in der Kreisliga A2 auf den ersten Verfolger Großentaft herausgearbeitet. „Es ist irgendwie eine Meisterschaft mit angezogener Handbremse“, sagt Hartmann.

Er fühlt aber mit den vielen Tabellenzweiten, die in die Röhre gucken, wenn keine Relegation stattfinden würde. „Das ist sportlich zwar ärgerlich, aber terminlich aus gesundheitlichen Gründen wohl eher nicht umzusetzen“, sagt er. Ausbach/Friedewald hatte sich bei der Befragung der Vereine für einen Saisonabbruch ohne Absteiger ausgesprochen.

Die Enttäuschten

SG Festspielstadt/SpVgg/SVA:„Es wird keine Relegation geben. Wann sollte die denn stattfinden“, fragt Thorsten Hüter, Trainer der SG Festspielstadt/SpVgg/SVA. Und so steht für ihn fest, dass seine Mannschaft auch in der nächsten Saison in der Kreisoberliga spielen würde – sofern es im September weitergehen könne. Natürlich sei man enttäuscht, weil man sich als derzeitiger Tabellenzweiter sportlich die Teilnahme an der Aufstiegsrunde erarbeitet habe. „Die Gesundheit geht aber vor und deshalb müssen wir es so akzeptieren“, sagt Hüter. Die Hersfelder hätten gern eine Fortsetzung der Saison gesehen.

SV Unterhaun: „Es gibt einen Aufsteiger und keine Absteiger – und das ist auch fair so“, sagt Fabian Kallée, Spielertrainer des SV Unterhaun. Die Wölfe wären laut Quotienten-Regelung Tabellenzweiter der Kreisliga A 2 geworden. Dass es eine Relegation gibt, bezweifelt Kallée. Und sagt: „Wenn in zwei Wochen eine Mail kommt, in der steht, dass wir doch in die Kreisoberliga dürfen – so möchte ich persönlich nicht aufsteigen!“

Er stellt aber klar, dass das seine Privatmeinung sei und er eine anders lautende Entscheidung des Klubs selbstverständlich mittrüge. Was die HFV-Funktionäre da zu beschließen hätten, sei „eine Entscheidung, die ich nicht hätte treffen mögen.“

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