Fußball: Neuensteins Spielertrainer Pfeiffer hält den Ball flach

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Gibt Neuensteins Abwehr Halt: Oktay Gümüs. Aktuell schleppt er eine Bänderdehnung mit sich herum.

Blickt man auf die Tabelle der Fußball-Kreisliga A1, schreien aus Sicht der SG Neuenstein alle: Ach, wie schön. Drei Spiele, drei Siege, 23:1 Tore lautet die starke Bilanz.

Doch erst mit dem Doppelspieltag an diesem Wochenende scheint die Saison des Tabellenführers Neuenstein richtig loszugehen. Seine Auswärtsaufgaben: Am heutigen Freitag steht das Gastspiel bei Aulatals Zweiter in Kirchheim an (18.30 Uhr) – am Sonntag die „Prüfung auf Herz und Nieren“ beim Vorjahresdritten, der SG Gudegrund/Konnefeld (15 Uhr in Niedergude).

SG Aulatal II - SG Neuenstein:Am vergangenen Sonntag hatte eine kleine, aber feine Abordnung der SG Neuenstein die Gelegenheit, Aulatals Zweite und Kreisoberliga-Absteiger Rotenburg/Lispenhausen in Kirchheim unter die Lupe zu nehmen.

„Eine ganz solide Truppe. Kampfstark und homogen“, urteilt Christian Pfeiffer über die Reserve des Gruppenligisten Aulatal. „Mit Sergej Boka hat das Team Stabilität in der Abwehr hinzubekommen, mit Viktor Kibenko und Bartosz Jablocki gefährliche Offensivspieler. Man darf Aulatal II auf gar keinen Fall unterschätzen. Das Team will den nächsten Favoriten ärgern.“ Rotenburg/Lispenhausen, Mitanwäter auf den Titel, habe das Spiel in der Schlussphase wegen seiner individuellen Klasse gewonnen; besonders Maxi Weber imponierte Pfeiffer.

SG Gudegrund/Konnefeld - SG Neuenstein: „Ich sehe Gudegrund/Konnefeld als einen unserer stärksten Konkurrenten an“, betont Pfeiffer, dessen Torjäger-Gen auch in der A-Liga nicht gelitten hat: Neun Tore erzielte er in drei Partien. „Mit Felix Wacker und Torben Bämpfer verfügt Gudegrund/Konnefeld über sehr gute Einzelspieler. Eine gute, kämpferisch starke Truppe, die im Kampf um die Spitze ein gesundes Wörtchen mitreden wird.“

Die eigene Ausrichtung:Man habe eine Super-Vorbereitung auf die Serie gehabt, Pfeiffer sei durchaus bewusst gewesen, was in seiner Mannschaft stecke. Doch er hält den Ball der Erwartungen flach: „Wir müssen ruhig bleiben und unsere Ergebnisse des Wochenendes abwarten. Abgesehen vom TV Braach, hatten wir bisher noch nicht die Gradmesser als Gegner.“

Neuensteins Spielertrainer berichtet über die Stimmung seines Teams, eine Art Aufbruchsstimmung der jungen SG. „Von Vereinsseite aus gibt es keinen Druck, dass wir aufsteigen müssten. Ich erlebe kein Training, in dem weniger als 30 Spieler anwesend sind. Die Jungs ziehen mit – das gilt für beide Mannschaften. Wir sind auf bestem Weg, eine Einheit zu werden.“

Das Personal:Oktay Gümüs und Daniel Schwarz sind angeschlagen. Gümüs zog sich im Heimspiel gegen Hohe Lufts Zweite eine Bänderdehnung im Sprunggelenk zu, „es ist aber nichts Schlimmeres“, sagt Pfeiffer. Bei Schwarz ist der Muskel-Ansatz in der Wade entzündet. „Halb so wild“, schüttelt Schwarz die Wehwehchen weg. Am Freitag fehlt Daniel Steinberg, er ist beruflich verhindert. „Am Sonntag treten wir aber mit voller Kapelle an“, verdeutlicht Pfeiffer.

Hört sich alles so an, dass an der SG Neuenstein auf dem Weg zum Aufstieg kein Weg vorbeiführt.

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