Fußball-Kreisoberliga: SG Aulatal macht sich in der Kabine heiß

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Prallten auch am Sonntag das eine oder andere Mal aufeinander: Aulatals Kapitän Daniel Weber (links) und Steffen Aumann, Eiterfeld/Leimbach. Trotz des 0:0 zeigten ihre Teams ein packendes Kampfspiel. 

OBERAULA. Einen Sieger gab’s nicht beim 0:0 in Oberaula, und so bleibt es zumindest bezüglich des inoffiziellen Titel des „Wintermeisters“ der Fußball-Kreisoberliga Nord spannend.

Sowohl die Fußballer der SG Aulatal, die nach wie vor einen Zähler voraus sind, als auch die der SG Eiterfeld/Leimbach haben den nach wie vor im Visier. Beide Teams haben noch drei Spiele vor sich in diesem Kalenderjahr. Aulatals Aufgaben: Rasdorf (A), Rotenburg/Lispenhausen (A), Heinebach/Osterbach (H) – Eiterfeld/Leimbachs Prüfungen: Steinbach II (H), Hohenroda (H), Sorga/Kathus (A).

Deutliche Steigerung

„Wir hätten ein Tor verdient gehabt“, sagte Aulatals Routinier Steffen Schneider nach dem Duell der Top-Teams. Auch dafür, dass sein Team nach der Pause so aufdrehte und Gas gab, hatte er eine Erklärung parat. „Wir haben uns in der Kabine richtig eingeschworen und hatten uns eine klare Steigerung gegenüber der Leistung des Hinspiels vorgenommen.“

Das gelang prima. Pech für den derzeit personell nicht gerade auf Rosen gebetteten Tabellenführer: Roman Schrön fiel kurzfristig wegen einer Erkrankung aus.

Heftiger Druck

Sah es zunächst noch gut und durchdacht aus, was Eiterfeld/Leimbach anbot, musste sich der Zweite der Tabelle im zweiten Spielabschnitt heftigen Drucks seines Kontrahenten erwehren. Warum es dazu kam, dafür hatten weder Kapitän Simon Schilling noch der erfahrene „Sechser“ Steffen Aumann eine plausible Erklärung. Na ja, ein paar mehr gewonnene Zweikämpfe hätten es schon sein dürfen, und Innenverteidiger Schilling sprach „zu viele Ballverluste und individuelle Fehler im Mittelfeld“ an.

Steffen Aumann, dessen jüngerer Bruder Thomas zwar auf der Bank saß, aber noch nicht fit ist nach seiner Verletzung, bekannte: „Natürlich haben wir in der zweiten Halbzeit zweimal richtig Glück gehabt.“ Einige brenzlige Situationen musste sein Team überstehen – unter anderem traf Aulatal innerhalb weniger Sekunden jeweils die Latte, und konnte Eiterfeld/Leimbach Simon Müllers anschließenden Kopfball gerade noch vor der Torlinie klären. Aumann selbst rettete per Kopf nach einem Eckball. „Wir können mit dem Punkt aber ganz gut leben“, schob er noch nach.

Freitags in Kathus

Führt man sich die Aufgaben seines Teams in 2018 zu Gemüte, erscheinen die verheißungsvoll. Zwei Heimspiel-Derbys gegen Steinbachs Zweite, die am jüngsten Wochenende 13 Tore schoss, und die FSG Hohenroda, in der Eiterfeld es besser machen möchte als im Hinspiel (1:2) folgt die auswärtige Prüfung im Nachholspiel bei Schlusslicht Sorga/Kathus (in Kathus). An einem Freitag, an dem Eiterfeld/Leimbach seine beiden bisherigen Saisonniederlagen einstecken musste: in Hönebach – und in Mansbach bei der FSG Hohenroda. Ein Stückchen Brisanz bleibt.

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