Fußball-Kreisoberliga: Ein verrückter Sonntag in Wehrda

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Schoss das fünfte Tor und vergab noch zwei gute Chancen: Haunetals Stürmer Parwes Adel.

Die SG Haunetal hat einen turbulenten Sonntag hinter sich. Der Fußball-Kreisoberligist gewann die Partie gegen die SG Heinebach/Osterbach in Wehrda mit 6:4 (1:2).

Zehn Tore in einem Spiel sehen die Zuschauer nicht alle Tage. Wehrdas Stadionsprecher Volker Kilgus brauchte das Mikrofon manchmal gar nicht aus der Hand zu legen – schwupps, da war auch schon das nächste Tor gefallen. Frank Henning aus dem Abteilungsvorstand der SGH gab zu, dass die Abwehr auf beiden Seiten ein paar Löcher hatte: „Irgendwie hat man schon früh gemerkt, dass alles möglich ist. Und das viele Tore fallen. Unseren Fans haben wir also echt etwas geboten.“

Ein Aktivposten bei den Gastgebern war nicht nur der dreifache Torschütze Denis Masic, sondern auch sein Sturmkollege Parwes Adel, der in der Schlussphase noch zwei sehr gute Chancen auf dem Fuß hatte. „Er stand noch einmal allein frei vor dem Torwart. Und bei der zweiten Möglichkeit hat er fast die gesamte Abwehr von Haunetal überrannt“, erzählt Henning. Adel schoss in der 83. Minute aber mit dem 5:3 seine Mannschaft endgültig auf die Siegerstraße.

Den Torreigen eröffnet hate Gästestürmer Szabolcs Szaraz in der 16. Minute. Die Führung durch den Ungar egalisierte aber Haunetals Masic gleich im Gegenzug, ehe Bastian Stöcker seine Mannschaft wieder in Führung schoss. „Es spricht aber momentan für unsere gute Moral, dass uns davon haben nicht beirren lassen“, resümiert Henning. Dann ging es Schlag auf Schlag: Ausgleich durch Masic per Foulelfmeter, Führung durch Simon Schott und wieder Masic. In dieser Phase parierte Ali Merkimec im Haunetaler Kasten noch zwei gute Möglichkeiten der Gäste.

Nicht nur im Haunetal ergoss sich eine wahre Toreflut. Auch in der Gruppenliga in Petersberg gab es elf Tore beim Spiel gegen Spitzenreiter Hosenfeld 6:5 (1:4) – ein Spiel, das ähnlich spannend war. Petersbergs Trainer Jürgen Krawczyk war sehr erleichtert, dass seine junge Mannschaft, die auf Sarvan, Marc Aschenbrücker und von Pazatka verzichten musste, zum Schluss den knappen Vorsprung noch verteidigte.

Die Gastgeber aus dem Waidesgrund hatte in der 48. Minute nach Treffern von Boris Aschenbrücker (14./21./48.) sowie Jannes Ehrmann und Florian Bott bereits mit 5:1 geführt, ehe Loic Djounang (2) und Niklas Hack ihr Team noch einmal heranbrachte.

Das 6:4 schoss Bott per Foulelfmeter. Rützel schaffte den Anschluss noch einmal. Völlig verrückt: Sekunden vor Schluss kratzte ein RSV-Abwehrspieler noch eine Hosenfelder Chance von der Linie.

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