Fußball-Kreisligist Ausbach/Friedewald holt 26 Punkte in Folge

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Bescherte seiner SG Ausbach/Friedewald als Doppeltorschütze den Sieg gegen den TSV Ufhausen: Tobias Hellmann (vorn).

Friedewald. Beste Stimmung herrschte bei den Kreisliga-Fußballern der SG Ausbach/Friedewald nach dem 2:0-Heimsieg gegen den TSV Ufhausen. Die Gastgeber sind Tabellenzweiter.

Seine Mannschaft habe gewusst, meinte Sven Römhild, dass sie nach der Aufgabe vom Freitag in Soisdorf keine leichte erste halbe Stunde vor sich habe. „Diesen Punkt hat sie überwunden“, sagte der Trainer des Siegerteams. Zudem habe sie ihre Defensivleistung gesteigert. Zumindest für Dritte scheint dies eine spezielle Betrachtung zu sein. Erst sieben Gegentore hat Ausbach/Friedewald hinnehmen müssen in zwölf Spielen.

26 Punkte in Folge holte sein Team, und der neue Trainer Römhild sagt zur Entwicklung: „Ich bin froh, dass wir die beiden ersten Spiele der Saison verloren haben. Ich konnte Fehler ansprechen – und daraus hat die Mannschaft gelernt.“

Es sieht so aus, als habe die SG Ausbach/Friedewald mit ihrem Kopf und bestens vernetzten Horst Christian mit Römhild als Coach voll ins Schwarze getroffen. Der 43-Jährige aus Immelborn bei Bad Salzungen trainierte zuletzt den Oberligisten VFC Plauen, den er als Tabellenzweiter verließ. Der Grund: „Ich wollte wieder in die Heimat“, bekennt Römhild, jetzt wohnt er in Bad Salzungen. Vor seinem Engagement in Plauen war er beim FSV Zwickau tätig, von dem er 2012 ein Angebot bekam. Hier coachte er später auch die A-Junioren in der Regionalliga.

Dass der TSV Ufhausen nicht so ganz mithalten konnte, hatte einen plausiblen Grund. „Wir haben in dieser Serie das Problem“, bemerkte Trainer Günter Otterbein, „dass wir ständig irgendwelche Spieler ersetzen müssen. Wenn wir komplett sind, verlieren wir nicht“.

Das traf seiner Meinung nach auch auf den frühen Rückstand nach fünf Minuten zu – auf dem schwer bespielbaren Platz „die halbe Miete“ für den Gegner. „Wenn du auf fünf oder sechs Positionen umstellen musst, ist es klar, dass Abstimmungsprobleme auftreten. Dann fällt das Tor nicht.“

Unbegründet schienen seine Einwände nicht, hatte sein Team doch erst vergangene Woche den seinerzeitigen Tabellendritten Wölf im Derby mit 4:0 geschlagen. Dieses Mal fehlten mit Wingenfeld, Kiel, Schusser, Giebel und Juling fünf Kicker der ersten Elf. „Dennoch haben wir eine ordentliche Leistung gezeigt“, fügte der Coach, der im dritten Jahr „am Steiger“ in Ufhausen arbeitet, hinzu.

Und das Saisonziel verliert Otterbein nicht aus den Augen. „Wir wollen unter die ersten Fünf.“

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