Fußball-Kreisliga A2: Ausbach/Friedewald will andere Mentalität zeigen

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Da steckt Symbolkraft drin: Ausbach/Friedewald (in der Abwehrmauer von links Serhat Kaval, Tobias Hellmann und Silas Reinmöller) erwartet Unterhauns Auftritt (Jannik Holl beim Freistoß).

Friedewald. Die Fußballer der SG Ausbach/Friedewald stehen am vorletzten Spieltag des Jahres im Blickpunkt der Kreisliga A2. Gleich zwei Heimspiele hat der Tabellenzweite.

Am Freitagabend im Nachholspiel gegen Schenklengsfeld/Rot./Wipp. (19.30 Uhr in Friedewald) und am Sonntag im Topspiel gegen den Dritten, den SV Unterhaun (14.30 Uhr in Ausbach) können sie ihr kleines Punktepolster ausbauen.

DAS FREITAGSPIEL

„Unser Anspruch sollte sein, unsere Heimspiele zu gewinnen“, sagt Ausbach/Friedewalds Trainer Sven Römhild. Dazu zählt die heutige Neuauflage des Derbys gegen den Tabellensiebten Schenklengsfeld/Rot./Wipp. „Ich hoffe“, fügt Römhild hinzu, „dass unsere Mannschaft eine andere Mentalität an den Tag legt wie in den zehn Minuten der Wasserschlacht.“ Die gab es, als das Spiel am 23. September wegen sintflutartiger Regenfälle abgebrochen wurde. Der Gast führte durch Tobias Reinhardts Tor 1:0. Wenn es jemals einen krassen Außenseiter gegeben hat, dann ist es Schenklengsfeld/Rot./Wipp. heute – wegen seiner derzeit kaum konkurrenzfähigen personellen Lage.

DAS DUELL AM SONNTAG

Unter anderen Vorzeichen steht das Spitzenspiel der Liga am Sonntag. Der SV Unterhaun hat sich nach seiner „Delle“ zu Beginn der Saison – nicht zuletzt der Verletzung seiner Schlüsselspieler Fabian Kallée und Jannik Holl bis auf Rang drei vorgearbeitet – und befindet sich wieder in Schlagdistanz zum Tabellenzweiten Ausbach/Friedewald.

Vier Punkte beträgt sein Rückstand noch. „Wir wissen, dass Unterhaun über gute Einzelspieler verfügt und ein sehr ordentliches Niveau in seinem Kader hat. Wir werden das als Mannschaft auffangen. Ich bin optimistisch“, lautet Römhilds Einschätzung. Sein Team muss auf Spielmacher Milan Musicki verzichten, „in den letzten Spielen haben wir das aufgefangen. Das schaffen wir jetzt auch“.

FORMKURVE UND HINSPIEL

Unterhaun zeigte sich äußerst stabil in den vergangenen Wochen und hat, wie Fußballer so gerne sagen, einen Lauf: Seit dem 0:1 bei Spitzenreiter Philippsthal Mitte September legte der Rangdritte sieben Siege in Folge hin und schoss 23:3 Tore heraus.

Das Hinspiel zum Saisonauftakt gewann Unterhaun mit 2:0 – nach einer 2:0-Führung durch Kallée und Adrian Bohle, Kevin Krause verkürzte in der Schlussminute. Unterhauns Keeper Andreas Welle sah die Rote Karte.

„Wir haben gute Karten“, bemerkt Römhild dennoch. „Ich hoffe, dass unsere Mannschaft weiß, dass sie Platz zwei verteidigen kann. Und dass sie das abruft, was sie kann.“

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