Fußball-Kreisliga A2: Ausbach/Friedewald hat ein kleines Polster

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Der eine hatte Geburtstag, der andere blieb ohne Tor: David-André Hugo (links, Ausbach/Friedewald) wurde 30, rechts Unterhauns Adrian Bohle. 

Ausbach. Es spricht einiges dafür, dass Sven Römhild einen würdigen Abschied feiert. Am kommenden Sonntag betreut der Trainer die Fußballer der SG Ausbach/Friedewald letztmals.

Nach der abschließenden Aufgabe des Jahres in Kirchhasel wird Römhild sein Amt beim Zweiten der Kreisliga A2 aus privaten Gründen zur Winterpause niederlegen. Der ehrgeizige Trainer, der seinen Job erst vor wenigen Monaten angetreten hatte, hat sich mit seinem Team ein kleines, aber feines Polster erarbeitet im Kampf um Platz zwei der Liga. Sieben Punkte liegt der Tabellendritte Großentaft zurück gegenüber Ausbach/Friedewald vor dem Saisonausklang, acht gar Unterhaun – auch wenn der Zweite der Rangliste ein Spiel mehr hinter sich hat.

Stark als Team

Und so klang bei Römhilds Worten ein Stückchen Zufriedenheit mit, als er nach dem 2:1-Sieg vom Sonntag im Heimspiel gegen den SV Unterhaun sagte: „Es ist uns durch mannschaftliches Arbeiten gelungen, Unterhauns gute Einzelspieler aus dem Spiel zu nehmen.“

Anders gesagt: Sein Team kaufte seinem Kontrahenten ein bisschen den Schneid ab. Römhild machte eine gute Mentalität aus – und passend fügte er hinzu: „Wenn ich unser erstes Saisonspiel in Unterhaun sehe und es mit dem Rückspiel vergleiche, dann haben wir uns gut weiterentwickelt.“

Dazu gehört auch, dass die Kopffiguren – die Schmidt-Brüder in der Innenverteidigung und Alin Zaha auf der „Sechs“, ein Fußballer, wie er im Buche steht –, der SG Ausbach/Friedewald entscheidend Halt geben.

„Ping-Pong-Tor“

Stichwort Weiterentwicklung: Die hat sicher auch der SV Unterhaun gemacht. Nicht zuletzt Spielertrainer Fabian Kallée musste erkennen, dass sein Team zwar gut dagegenhielt und defensiv ordentlich spielte, dass ihm aber noch ein gehöriges Stückchen Reife und Cleverness fehlen. „Wir sind in der zweiten Halbzeit gut ins Spiel reingekommen und kriegen so ein Ping-Pong-Tor. Wir müssen dann aber cleverer sein und nicht gleich ein zweites kriegen“, sagte Kallée.

Der Ausgang des Spiels gehe unter dem Strich in Ordnung, fügte er an. Und er schloss mit einer plausiblen Rechnung. „Heute wollte Ausbach/Friedewald den Sieg vielleicht ein bisschen mehr. Im Hinspiel waren wir es.“ Da siegte Unterhaun zum Saisonauftakt mit 2:1. Am kommenden Sonntag ist Ufhausen zu Gast in Unterhaun. Vielleicht ist dieses abschließende Spiel des Jahres der Beginn einer neuen Serie, der die SV Unterhaun in den vergangenen Wochen hingelegt hatte.

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