Fußball-Kreisliga A 2: VfL Philippsthal jetzt wieder an der Spitze

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Mit langem Schritt: Schenklengsfelds Tobias Reinhardt ist hier vor dem Philippsthaler Steffen Dreher am Ball. Am Ende hatte aber letzterer mehr Grund zum Jubel. 

Wippershain. Es war ein kampfbetontes, spannendes und bisweilen intensives Duell in Wippershain, dass der VfL Philippsthal mit 1:0 gewonnen hat.

Ausgelassen tanzten die Fußballer des VfL Philippsthal im Kreis. Gerade soeben hatten sie das kampfbetonte, spannende und bisweilen intensive Duell in Wippershain mit 1:0 gewonnen. Dass sie erleichtert waren, täuschte nicht. „Wir wussten, was uns hier erwartet“, sagte Trainer Gerd Ruch, „und wir haben dagegengehalten“.

Seine Innenverteidiger hätten ein „bärenstarkes Spiel gemacht“, lobte der Coach. Er meinte Hannes Bauer und Joachim Wagner. Für sein Team hätte die bisherige Runde nicht besser laufen können: Noch immer ist der VfL ohne Punktverlust – nachdem gut die Hälfte der Vorserie vorüber ist. Zwei Punkte Vorsprung besitzt Tabellenführer Philippsthal vor dem Zweiten Großentaft, vier Zähler vor dem folgenden SV Wölf, das Führungstrio ist noch ungeschlagen. Hinter diesen drei Teams klafft eine große Lücke – der TSV Herfa liegt als Vierter neun Punkte hinter Philippsthal zurück.

Der Primus ist sich darüber bewusst, dass ihm weitere spannende Aufgaben bevorstehen in den kommenden Wochen: Unterhaun (H), Wölf (A), Großentaft (H), Ausbach/Friedewald (A), Burghaun/Gruben (H).

Falsche Mittel gewählt

Niedergeschlagenheit herrschte beim Kontrahenten keineswegs. Dazu gab es auch keinen Grund, schließlich hatte sich das Team spät noch aufgebäumt und vieles (nicht alles) versucht, um wenigstens den Ausgleich bzu erreichen. Eine Spur Enttäuschung eher, unter die sich letztlich auch Zufriedenheit mischte.

„In der ersten Halbzeit haben wir gar keinen Fußball gespielt, vielleicht auch die falschen Mittel gewählt“, sagte Matthias Riedl, Spielertrainer der SG Schenklengsfeld/Rot./Wipp. Im zweiten Abschnitt wurde es besser, ein Defizit aber nannte Riedl beim Namen: „Wir haben zu wenige zweite Bälle gewonnen.“

Zweite Bälle, die oftmals nach Reinhardts gewonnenen offensiven Kopfball-Duellen eine Chance für das Team gewesen wären. Wenn aber niemand energisch nachrückt und Räume besetzt, kann man daraus nicht Kapital schlagen.

Die Moral, die sein Team dennoch zeigte, stimmte Riedl versöhnlich. Wegen seines in der Breite eng bestückten Kaders stößt es wiederholt an Grenzen – klar, dass sich neben Steffen Ries’ Fehlen vor allem der Ausfall des fußballerisch begabten Maik Schmidt bemerkbar macht.

Die nächste Herausforderung lässt nicht lange auf sich warten: Am Samstag dieser Woche ist der SV Wölf zu Gast (15 Uhr in Wippershain). Dem schließt sich die Auswärtsaufgabe bei der SG Ausbach/Friedewald an. Nur der Blick voraus hilft – und der Kreisoberliga-Absteiger sollte sich nicht unter Wert verkaufen.

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