Fußball-Gruppenliga: SVA möchte nach wie vor die Klasse halten, blickt aber nach vorn

Bald könnten sie in einem Team spielen: Niko Pepic (links) von der SG Hessen/SpVgg. und Tim Ullrich (in Gelb) vom SVA. Die Aufnahme entstand während des Pokalfinales von zwei Jahren in Asbach. Foto: Eyert/Ar

Künzell/Bad Hersfeld. Der Auftritt des 1:3 (0:2) auf dem Kunstrasenplatz am Noppen in Künzell war schnell abgearbeitet, und so richtete Frank Ullrich, Trainer der Gruppenliga-Fußballer des SVA Bad Hersfeld, den Blick nach vorn.

„Ich bin gespannt, was da kommt in Zukunft“, sagte er vielsagend.

Er meinte eine Fusion mit Hessen Hersfeld, von der zum x-ten Mal die Rede ist in den vergangenen Jahren. „Die Gespräche laufen. Wir haben uns getroffen. Konkret ist aber noch nichts“, verdeutlichte Betreuer Noah Seitz. Mit Gruppenliga-Tauglichkeit hatte die SVA-Vorstellung zum Punktspiel-Jahresauftakt in Künzell nichts zu tun. Die personelle Situation hatte sich derart zugespitzt, dass Ullrich gerade noch zehn Feldspieler zur Verfügung standen. Ebinger und Tim Ullrich mussten kurzfristig passen, Wrzos und Dratwa fehlten verletzt, Hartwig hält sich auf Zeit in Australien auf.

Geschenk des Himmels

Den Trainer packte die Idee, mit Fünfer-Abwehrkette zu agieren, sein Team überließ Künzell fast komplett den Ballbesitz. Das 1:2 wirkte wie ein Geschenk des Himmels - und hätte der SVA dem Kontrahenten das 0:2 nicht auf dem Silbertablett serviert, wer weiß, was möglich gewesen wäre. Dem Gast unterlief ein haarsträubender Fehlpass bei einer der seltenen Möglichkeiten, sich zu befreien. Der Coach ärgerte sich: „Wir haben in dieser Szene zwei Optionen - und spielen dann so einen Pass.“

Dennoch musste die Chancenlosigkeit in diesem Auftaktspiel dem SVA zu denken geben. Denn Kontrahent Künzell war alles andere als gut, brachte in seinem ersten Punktspiel auf dem stumpfen Untergrund kaum Tempo ins Spiel. Wenn, dann bot Bettendorf dynamische Ansätze, drehten Kress und Henning ab und an auf - und war Scholz von Beginn an der Ideengeber.

„In der ersten Halbzeit haben wir es noch gut gemacht und alles im Griff gehabt“, sagte Künzells Noch-Trainer Tobias Hahner, „nachher haben wir uns einlullen lassen, nicht seriös zu Ende gespielt und versäumt, den Sack zuzumachen“. Der SVA sucht derweil Hoffnung im nächsten Spiel. „Die Punkte müssen wir woanders holen“, fügte Ullrich an, „am kommenden Sonntag gegen Rothemann werden wir uns anders präsentieren.“ Zumindest kehren Ebinger und Tim Ullrich zurück.

Aulatals Chance

Unterdessen könnte die SG Aulatal die am Sonntag in Rothemann gewonnenen Punkte vergolden: im Heimspiel in Kirchheim gegen Schlusslicht Eiterfeld/Leimbach. Das wiederum ist heiß darauf, im Premierenspiel unter Neu-Trainer Klaus Wächter gegen einen direkten Konkurrenten zu punkten.

Von Walter Kell

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