Fußball-Gruppenliga: Acht sitzen in der Tinte

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So kennt man Daniel Pfalzgraf: Nie scheut er einen Zweikampf. In dieser Szene den mit Bronnzells Marco Weiss (links). 

Künzell. Sie hatten alles gegeben bei ihrem letzten Punktspiel des Jahres, die Gruppenliga-Fußballer der SG Festspielstadt/SpVgg. Doch das reichte beim 1:2 in Künzell nicht.

Nicht dazu, um bei einem an diesem Tag alles andere als stabilen TSV Künzell einen Punkt mitzunehmen. Lange war es ihnen gelungen, sich als Aufsteiger in die Gruppenliga von den Rängen fernzuhalten, bei denen der Kampf um den Klassenerhalt beginnt. Jetzt sind sie mittendrin.

22 Punkte haben sie gesammelt in 19 Spielen, die Liste der gefährdeten Teams reicht vom neuen Vorletzten Oberzell/Züntersbach (18 Punkte) bis zum Achten FT Fulda (24). Das sind nicht weniger als acht Mannschaften.

„Unsere Leistung war ordentlich“, meinte Daniel Pfalzgraf, der dieses Mal mangels Alternativen in der Angriffsspitze aushalf. „Künzell war uns spielerisch überlegen. Aber es war knapp wie im Hinspiel (1:0 für Aufsteiger Festspielstadt SpVgg). Es ist schon ärgerlich, dass wir am Ende ohne Punkte dastehen.“ Und er machte sich so seine Gedanken über die nahe Zukunft. „Ziel muss es sein, dass wir, wie heute auch, defensiv kompakt stehen, um dann kontern zu können.“ Fakt ist, dass Emmanuel Crawford wegen seiner Physis und Schnelligkeit unverzichtbar ist, dass auch Roman Prokopenko von Beginn auf dem Platz stehen sollte. Auch Dominik Oelschläger wird gebraucht.

Pflanz’ Kabinenworte

Sorgen um den Klassenerhalt braucht sich der TSV Künzell nicht zu machen. Siebter ist er – sieben Punkte beträgt der Vorsprung zum ersten Gefährdeten, Aufsteiger FT Fulda, und sechs Zähler der Rückstand auf den Zweiten Ehrenberg. Auch für Künzell war’s das letzte Spiel des Jahres: Keine gute Leistung, aber gewonnen. Das Gute: Trainer Markus Pflanz nutzte die Halbzeitpause, um passende Kabinenworte an sein Team zu richten. „Noch weniger laufen, noch weniger bewegen und mehr falsch machen könnt ihr ja nicht“.

Das fruchtete offenbar. „Die Mentalität war viel besser. Man hat gemerkt, dass wir das Spiel gewinnen wollen“, lobte Aulatals Ex-Coach anschließend. Guter, schwungvoller Offensivfußball mit ein paar netten Kombinationen bot sein Team. Defensiv war die Leistung gar nicht stabil, Alex Scholz, „eine Art Witsel des TSV Künzell“, interpretierte seine Sechser-Rolle zunächst als zu tief, dann stand er zu hoch. Eines schob Pflanz noch nach: „Wir gehen auf dem Zahnfleisch.“

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