Fußball: Aufholjagd und Abschlusspech

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Felix Heinemann und Leon Langhans gratulieren dem Hohenrodaer Torschützen Sascha Schleinig (rechts). 

Zweiter – und auch dritter Spieltag in den Amateur-Fußball-Ligen mit einigen überraschenden Resultaten: Wir haben nachgefragt in Ransbach, in Friedewald und in Schenklengsfeld.

Ransbach

Nachdenklich spazierte Niederaulas Marc Friedel nach dem 1:1-Remis „seiner“ SG Niederaula in der Kreisoberliga bei der FSG Hohenroda allein über den Ransbacher Sportplatz.

Das Remis in Hohenroda bereitete ihm im Nachhinein nur wenig Freude. „Uns fehlen aus den beiden Begegnungen gegen Mecklar/Meckbach/Reilos und heute vier Punkte“, stellte Friedel fest. „Es ist auch klar, dass du nicht gewinnen kannst, wenn du fünf Hundertprozentige nicht reinmachst.“ Trotzdem merkte man seine Handschrift – vor allem in der ersten Halbzeit. Konzentriert aus der Abwehr heraus, schnell das Mittelfeld überbrückend – spielerisch legte der Gast eine blitzsaubere erste Hälfte hin. Selbst der frühe Rückstand durch Sascha Schleinig, der eine Flanke per Kopf verwandelte, brachte ihn nicht aus dem Konzept. Doch bei den Torchancen hatten sie Thorsten Weiss nicht mit auf der Rechnung. Der Schlussmann entschärfe einige gute Chancen, die größte hatte Mehmet Yigit, der nach einem Solo am Keeper scheiterte.

Gratulation und nachdenkliche Miene: Links gratulieren Felix Heinemann und Leon Langhans dem Hohenrodaer Torschützen Sascha Schleinig (rechts). Das Bild oben zeigt Niederaulas Ma rc Friedel, unten das neue Vereinsheim in Schenklengsfeld. Foto: Eyert

In der 42. Minute musste Hohenrodas Keeper doch hinter sich greifen, als ihn Niederaulas Andy Brieschke mit einem weiten Schuss überraschte, der als Flanke gedacht war. In der zweiten Hälfte hatten Trimm Trombach und Sascha Schleinig noch Siegchancen für Hohenroda, auf der Gegenseite entschärfte Weiss einen toll anzusehenden Flugkopfball von Moritz Würl sowie einen Freistoß von Nils Wenzel. „Wir sind im Vergleich zum Auftaktspiel in Niederjossa heute viel besser aufgetreten“, stellte Thorsten Heiderich, Trainer der FSG Hohenroda fest.

Sein Team empfängt am kommenden Freitag mit der SG Festspielstadt/SVA/SpVgg Hersfeld den nächsten Favoriten. Die Festspielstädter erledigten ihre Aufgabe in Rasdorf beim 3:0 durch Tore von Philipp Prokopenko, Emma Crawford und den jungen Daniel Sondermann in Rasdorf prima, die SG Niederaula ist zu Gast in Weiterode.

Schenklengsfeld

3:2 gegen einen Mitfavoriten – und das ausgerechnet im ersten Punktspiel der Kreisliga A2 vor dem umgebauten Vereinsheim in Schenklengsfeld – die SG Schenklengsfeld/Rotensee/Wippershain war mit dem Heimauftakt gegen den SV Wölf mehr als zufrieden. Denn die Gastgeber schafften eine sensationell anmutende Aufholjagd. „Wölf war der erwartet starke Gegner“, sagt Hans-Jürgen Mannel. „Sie waren zunächst deutlich präsenter und wir haben zur Pause verdient zurückgelegen.“ Doch mit dem Anschlusstreffer durch Felix Nothbaum ging ein Ruck durch das Team. Der Ausgleich fiel durch einen von Maik Schmidt – (Mannel: „Er war einer der besten Spieler der Mannschaft“) – verwandelten Foulelfmeter. Kam hinzu, dass ausgerechnet Wölfs Torschütze Jan Göllmann zuvor eine unglückliche Rote Karte nach einer Notbremse kassiert hatte – und kurz darauf Nothbaum das 3:2 schoss. „Zum Schluss hätten wir sogar höher gewinnen müssen“, sagt Mannel.

Friedewald

Zwei Spiele, sechs Punkte, 9:3 Tore – und dann noch den großen Favoriten der Kreisliga A2 geschlagen: Bei der FSG Ausbach/Friedewald ist nach dem klaren 4:1-Erfolg gegen Unterhaun alles im Lot. Die Mannschaft um Neu-Trainer Markus Höhn ist auch der erste Tabellenführer. Matthias Hartmann ist begeistert, wie es derzeit vorangeht mit der Mannschaft.

Vor allem der neue Trainer imponiert den Abteilungsleiter: „Er kann die Jungs mitreißen, legt Wert auf große Disziplin“ Der Sieg über den Favoriten Unterhaun sei nur durch eine geschlossene Mannschaftsleistung zustande gekommen: „Da hat alles gestimmt, alle haben mitgezogen.“ Nur beim 0:1 durch Adrian Bohle habe die Mannschaft noch ein bisschen geschlafen. „Aber wir haben uns nicht beirren lassen“, sagt er, „und unser Spiel durchgezogen.“

Höhn sei vor allem auf Tempo bedacht. „Wir sind vor allem läuferisch sehr stark“, lobt er die konditionelle Arbeit des Coaches. Unterhaun habe ab der 70. Minute komplett abgebaut. „Selbst Fabian Kallée ist dann nicht mehr richtig zu Chancen gekommen.“ Zudem habe die Mannschaft in Zugang Aleandru Nistor einen guten Mann hinzugewinnen können. Der nächste Gegner gehört ebenfalls zum Favoritenkreis: Es ist der SV Großentaft mit Spielertrainer Winter.

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