Handball-Landesliga: TVH ringt starken Aufsteiger Eschwege mit 25:22 nieder

Fünftes Spiel – fünfter Sieg

Abwehrarbeit: Die Hersfelder Andreas Krause (von links in Blau), Marco Kemmerzell und Christian Rohde stellen sich dem Eschweger Angriff entgegen. Foto: Eyert

Bad Hersfeld. Der TV Hersfeld bleibt in der Handball-Landesliga in der Erfolgsspur: Die Mannschaft von Trainer Dragos Negovan besiegte im Lolls-Heimspiel am Samstagabend Aufsteiger TSV Eschwege mit 25:22 (11:9) und weist nach fünf Saisonspielen die makellose Bilanz von 10:0 Punkten auf.

Während die 450 Zuschauer in der Geistalhalle die Sieger euphorisch beklatschten und die Mannschaft im Kreis tanzte, hatte es Negovan eilig in die Kabine zu kommen. Und es dauerte diesmal einige Zeit, bis er sich beruhigt hatte und zu einem Statement bereit war. Die umstrittene Rote Karte gegen Hersfelds Christian Rohde (47. Minute) wegen angeblichen Nachtretens nach einem rüden Foul von Pascal Gebhardt, die wohl eine mehrwöchige Sperre nach sich ziehen dürfte, eine Zeitstrafe gegen Negovan selbst sowie die insgesamt fragwürdige Leistung der Schiedsrichter Kühn und Mohr, hatten den sonst so ruhigen Rumänen sichtlich in Rage gebracht.

„Wir haben uns nicht aus der Ruhe bringen lassen.“

„Es war ein sehr schweres Spiel, aber wir haben uns nicht aus der Ruhe bringen lassen. Nicht durch die Schiedsrichter und auch nicht durch das harte Spiel der Eschweger. Nach der Roten Karte ist noch einmal ein Ruck durch die Mannschaft gegangen, und wir haben verdient gewonnen“, bilanzierte Negovan.

Es dauert allerdings bis in die Schlussphase, bis der TVH seinen unangenehmen Gegner, der eine aggressive und bisweilen knüppelharte offensive Deckung stellte und vorn auf lange Angriffe setzte, in die Knie gezwungen hatte. Nach 40 Minuten war der Drei-Tore-Vorsprung, den sich die Hersfelder schon während der ersten Halbzeit mühsam erkämpft hatten, dahingeschmolzen und Eschwege glich zum 14:14 erstmals aus.

Doch selbst in Unterzahl setzte sich Hersfeld – angetrieben von Spielmacher Marco Kemmerzell – dann über 18:14 und 22:17 entscheidend ab. Da fiel es nicht mehr ins Gewicht, dass der TVH nach der Pause eine kurze Schwächephase durchgemacht hatte als er plötzlich eine Fahrkarte nach der anderen schoss.

Lollssieg: TVH - Eschwege 25:22

Lollssieg: TVH - Eschwege 25:22

Für Kai Hüter, der stark begonnen hatte, ging nach 40 Minuten Stefan Fohr ins Tor und gab der Mannschaft in der Schlussphase mit seinen Parade die nötige Sicherheit. Anders als noch in der vergangenen Saison ließ sich der TVH nicht durch die hitzige Atmosphäre, aufkommende Hektik und die vielen Spielunterbrechungen aus dem Tritt bringen.

Späte Vorentscheidung

Als Philipp Koch nach 48 Minuten von Rechtsaußen das 19:15 geglückt war, steuerte der TVH sicher auf den Sieg zu. Und in der gut gefüllten Geistalhalle machte sich allmählich Lolls-Partystimmung breit.

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