Eintracht-Fans

Frankfurter Jubel bei "Heimspiel" in San Siro

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Gut gelaunt: Für die Eintracht-Fanclu bs Adlerhorst Waldhessen und Mückenstürmer hat sich der Trip nach Mailand gelohnt. 

Viertelfinale! Die Eintracht steht im Viertelfinale der Europa League. Der Triumph vom Donnerstagabend in Mailand toppt alles.

Mailand -  Die gesamte SGE durchlebt aktuell die wohl aufregendste und erfolgreichste Phase seit sehr langer Zeit. Annähernd 15 000 Frankfurt-Fans haben das Team nach Mailand begleitet. Der Rekord von Bordeaux – damals waren etwa 13 000 dabei – wurde deutlich gebrochen.

Und genau wie 2013 in Bordeaux sind auch wir diesmal wieder mit dabei. Wir, das ist der EFC Adlerhorst Waldhessen. Und auch wir haben diesmal einen Rekord gebrochen: Eine Busfahrt mit 66 Teilnehmern hatten wir noch nie.

Am Mittwochabend geht es im Doppeldecker los in Richtung Italien. Gemeinsam mit unseren Freunden vom EFC Mückenstürmer haben wir eine illustre Besatzung zusammengestellt. Es folgt eine lustige Fahrt mit guter Musik, kühlen Getränken und jeder Menge Stracke.

Vom Hotel am Comer See fahren wir am Donnerstagabend zum Stadion. Das legendäre San Siro ist ein wahrer Fußballtempel. Der Aufgang zu den Blocks ist einmalig. Die Gästekurve vollgepackt mit tausenden Eintrachtfans. Die Atmosphäre dementsprechend laut und fröhlich. Gänsehaut! Der VfL Wolfsburg wäre wohl froh, wenn so viele Fans zu einem Europapokalspiel ins eigene Stadion kämen.

Auch das Spiel selbst ist großartig. Die Eintracht legt gleich gut los und trifft schon nach zwei Minuten die Latte. Von Ehrfurcht nichts zu spüren. Gar nichts! Nach sechs Minuten trifft Luka Jovic zum 1:0. Es soll der einzige Treffer bleiben. Auch danach lässt die Eintracht nichts anbrennen. Inter hat kaum etwas dagegen zu setzen. Im Gegenteil, die Adler lassen noch einige Chancen aus. Am Ende heißt der verdiente Sieger Eintracht Frankfurt. Die Reise durch Europa geht weiter!

Die Stimmung wird zum Schluss allerdings sehr stark getrübt von einigen selbstverliebten Chaoten, die trotz Bewährungsstrafe für den Klub das Zündeln nicht sein lassen können. Wann begreifen diese sogenannten Fans, dass wir als „normale“ Fanszene so etwas nicht wollen und sie damit ihrer Eintracht schaden?

Gut, dass sich der Rest gegen die eigenen „Fans“ mit Gesängen und Pfiffen wehrte. Kapieren werden es diese Idioten aber vermutlich nicht. Und dass die Mannschaft und das Trainerteam nach dem Spiel nicht zu den Blocks der Ultras gegangen sind, ist genau das richtige Zeichen.

Nach einer kurzen Nacht und noch immer voller Adrenalin und Glücksgefühlen machen sich 66 Viertelfinal-Teilnehmer am Freitag zurück auf den Weg nach Waldhessen. Eines aber ist ganz sicher: Diese Fahrt wird in die Geschichte des EFC Adlerhorst Waldhessen eingehen.

VON JAHN BÖHM

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