Handball: Lispenhäuser freuen sehen auf Pokalknüller gegen den Landesligisten

TGL fordert Favorit Eitra

Vor ihm hat HSG-Trainer Hermann Respekt: Lispenhausens Routinier Aribert Lehn, der hier abzieht und auch gegen den Landesligisten für Gefahr aus dem Rückraum sorgen könnte. Foto: Walger

rotenburg. Das Handballjahr 2010 startet mit Runde vier des Bezirkspokals. Dabei empfängt Bezirksliga A-Tabellenführer TG Lispenhausen am Sonntag um 15 Uhr den zwei Klassen höher angesiedelten Landesligisten HSG Eitra/Oberhaun.

„Nicht nur dieses auch für die Region sehr attraktive Spiel – die ganze Saison ist für mich ein Highlight“, steht Ottmar Reyer, der 47jährige Torwart-Oldie - stellvertretend für die tolle Grundstimmung beim Außenseiter TG Lispenhausen. Der stets auskunftsfreudige Schlussmann sieht im Pokal die Chance, „dass wir mal sehen können, wo wir mit unseren 16:0-Punkten in der Liga und unserer großen Klappe wirklich stehen.“

Der frisch zum TGL-Spielertrainer beförderte Julian Pippert muss natürlich bei seiner Premiere mit der ersten Saisonniederlage rechnen. Um die jedoch in Grenzen zu halten, verlangt Keeper Reyer diesmal vor allem ein engagiertes Defensivverhalten von seinen Vorderleuten: „Eitra spielt schnell und aggressiv. Da müssen wir gegenhalten und auch im Rückwärtsgang voll da sein.“ Über 60 Minuten gesehen steht Lispenhausen dabei vor allem konditionell vor einer Herausforderung.

René Hermann, der Spielertrainer der Haunecker, klingt etwas verhaltener als der Außenseiter. Trotz vieler guter Ansätze hat es seit November in den Ligaspielen schließlich nur einen einzigen Sieg für seine HSG gegeben.

Bedingt zufrieden

„Vier Punkte mehr und die Bilanz wäre okay“, gibt sich der Sachse mit Rang sechs nicht ganz zufrieden. Jetzt soll die vermeintliche Pflchtaufgabe gegen Lispenhausen keinesfalls scheitern. Auch deswegen tritt der Landesligist erstmalig im diesjährigen Pokalwettbewerb mit der ersten Garnitur an - jedenfalls mit dem Personal, das davon noch übrig ist. Verletzungsbedingt fehlen weiter beide etatmäßigen Torhüter, und auch Jens Rügers lädierte Schulter lässt auf unbestimmte Zeit keinen Einsatz zu.

Doch Coach Hermann ist daran gewöhnt, improvisieren zu müssen. Er warnt vor einer Unterschätzung des Gegners: „Wir müssen Lispenhausen voll konzentriert angehen und gleich gut reinfinden.“ Vor allem vor dem ehemaligen Hersfelder Oberliga-Spieler Julian Pippert sowie dem routinierten Linkshänder Aribert Lehn hat der HSG-Coach Respekt. Ob ihr sportlicher Einstieg ins neue Kalenderjahr gelingen wird, haben die Gäste allerdings selbst in der Hand.

Von Andreas Köhler

Quelle: HNA

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