Fußball-Kreisoberliga

SG Festspielstadt muss viele Abgänge verkraften

Yannik Hofmann (vorn), Fußballer der SG Haunetal schirmt den Ball vor seinem Gegenspieler ab.
+
Neu in Hersfeld: Yannik Hofmann (vorn) kommt von der SG Haunetal und soll Philipp Prokopenko in der Offensive ersetzen.

Zur neuen Saison müssen die Kreisoberliga-Fußballer der SG Festspielstadt/SVA/SpVgg den Verlust vieler Spieler, darunter auch einige Leistungsträger, verkraften.

So sind der höherklassig erfahrene Mittelfeldmotor Lukas Müller-Siebert und der quirlige Angreifer Philipp Prokopenko nur zwei von insgesamt sechs Akteuren, die sich der Ludwigsauer SG MMR anschließen (wir berichteten). Dazu gesellen sich weitere Abgänge wie die talentierten Youngster Steffen Skrabal (SG Neuenstein) und Jannik Hofmann (SV Steinbach).

Demgegenüber stehen bislang erst drei Neuzugänge: Torhüter Alexandru Cojocaru (TSV Ufhausen), Abwehrrecke Alin Zaha (Ausbach/Friedewald) sowie Offensivspieler Yannik Hoffmann von der SG Haunetal. Auf den ersten Blick kommt der Kader arg ausgedünnt daher.

Oliver Wiedemann, der beim Hersfelder Verein für die Pressearbeit zuständig ist, kündigt für die kommenden Tage eine Pressemitteilung sowie weitere Personalien an. Wiedemann sieht der neuen Saison trotz der vielen Abgänge recht gelassen entgegen. „Es ist vermutlich wegen Corona nicht so viel Bewegung auf dem Spielermarkt wie sonst. Wir haben aber noch genug Potenzial und können bestimmt wieder eine gute Rolle in der Kreisoberliga spielen“, meint er.

Fast eine komplette Mannschaft ist weg

Das Vorstandsmitglied räumt allerdings ein, dass insbesondere die Verluste von Müller-Siebert und Philipp Prokopenko die Spielgemeinschaft schmerzen dürften. „Diese Spieler sind natürlich schwer zu kompensieren. Aber bei Philipp musste man damit rechnen, dass er seinem Bruder folgt, zumal beide in Ludwigsau wohnen“, sagt Wiedemann.

Roman (30), der Ältere der Prokopenko-Brüder, hatte sich im vergangenen Winter der SG MMR angeschlossen und wird dort in der neuen Saison spielender Co-Trainer von Tobias Grimmer sein. Nimmt man die Winter-Abgänge Fabian Brunner und Tim Emmerich dazu, hat die SG Festspielstadt im vergangenen halben Jahr beinahe eine komplette Elf verloren. Da drängt sich schon die Frage auf, woran das liegen mag?

„Einige Spieler wie Fabian und Tim wollen höherklassig spielen, was wir nicht bieten können. Müsi wollte nach vielen Jahren in Hersfeld mal etwas Anderes machen. Und Steffen Skrabal will in Neuenstein mit seinem Bruder Lennard zusammenspielen. Manche Dinge kannst du nicht aufhalten“, sagt Hersfelds Trainer Thorsten Hüter.

Thorsten Hüter, Trainer der SG Festspielstadt/SVA/SpVgg, muss eine neue Mannschaft formen.

Doch auch er sieht sein Team nach wie vor gut aufgestellt. „Der Kader ist zwar kleiner, aber besser zu händeln. Ich werde keine Spieler mehr in die Reserve abgeben müssen. Das ist gut für die Stimmung “, sagt er. 16 Spieler soll der Kader umfassen. Dazu könnten laut Hüter noch einige „Altgediente“ kommen, die Gewehr bei Fuß stehen.

Man müsse abwarten, wie sich die Mannschaft in der Vorbereitung finde. Diese beginnt am kommenden Montag, 20. Juli. Das Kreispokalfinale gegen die FSG Bebra (29. August) könnte dann das erste Pflichtspiel der neuen Saison sein. „Für uns dürfte es ein Umbruchsjahr werden, aber ich traue uns trotzdem eine ordentliche Rolle zu“, sagt Hüter.

Zuletzt hatten die Hersfelder nach der Quotientenregelung nur aufgrund des schlechteren Werts gegenüber Kressenbach/Ulmbach (Kreisoberliga Süd) die Rückkehr in die Gruppenliga verpasst. Bebra, die neuformierte SG MMR und nicht zuletzt den starken Aufsteiger Neuenstein zählt Hüter zu den Top-Teams einer „ausgeglichenen Liga“.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare