Handball-Landesliga: TGR plant, seine kleine Erfolgsserie in eigener Halle auszubauen

Fitozovic warnt vor SSV

rotenburg. Für die Landesliga-Handballer der TG Rotenburg läuft es auswärts in letzter Zeit wie am Schnürchen. Gegen Mitaufsteiger SSV Großenlüder wollen sie morgen um 17.30 Uhr auch vor eigener Kulisse an diese Leistungen anknüpfen.

„Sicherlich haben wir die Chance, eine Serie zu starten. Aber die müssen wir eben auch nutzen“, kennt TGR-Spielertrainer Mirza Fitozovic den Unterschied zwischen Theorie und Praxis nur zu gut. Von der Papierform her ist sein Team schon im Hinspiel in Großenlüder favorisiert angetreten. Genutzt hat das angesichts der Niederlage nichts.

Zwei ärgerliche Wechselfehler in der Schlussphase haben ein besseres Resultat verhindert. Auch wenn das lange her scheint, tritt Fitozovic aktuell doch lieber auf die Euphoriebremse: „Natürlich sind wir gut drauf, haben ein Heimspiel und können nach zwei Auswärtssiegen mit Selbstvertrauen auflaufen. Aber genau darin liegt die Gefahr, denn wir dürfen den Gegner auf keinen Fall unterschätzen.“

Der Fuldaer Bezirksmeister hat in der Landesliga auch schon wesentlich schlechtere Zeiten erlebt und liegt lediglich zwei Punkte hinter Rotenburg zurück. Das gute Tempogegenstoßverhalten und der starke Torhüter sind Vorzüge, auf die die Gäste regelmäßig bauen können. Außerdem sind sie im Rückraum sehr variabel.

Variabilität als Pfund

Variabilität ist auch ein Pfund, mit dem die Hausherren jetzt endlich wuchern können. „Ohne die Verletzungen der Hinrunde haben wir einfach mehr taktische Varianten und können auch das Tempo über 60 Minuten hoch halten“, freut sich Mirza Fitozovic. Zuletzt konnte deshalb sogar der leicht angeschlagene Predrag Cosic einmal aussetzen. Auch diesmal sind die Gastgeber komplett. Wer auf der Tribüne Platz nimmt, entscheidet Fitozovic wieder kurzfristig.

Wie auch beim morgigen Gegner sieht er bei seinem Team noch viel Raum für Verbesserungen. Doch schon jetzt macht der TGR-Handball Appetit auf mehr. „Hoffentlich werden uns unsere Zuschauer zahlreich unterstützen. Denn das ist ein Vier-Punkte-Spiel gegen den Abstieg“, stellt Mirza Fitozovic fest. Doch wie gesagt: Bei allem angebrachten Optimismus hebt einer wie er nicht ab. Mit Bodenhaftung lässt es sich schließlich auch am besten Handball spielen.

Von Andreas Köhler

Quelle: HNA

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