Rotensee/Wippershain/Schenklengsfeld gewinnt Fußball-Hallenkreismeisterschaft

Ein Finale mit Knalleffekt

Stadtduell auch in der Halle: Im Viertelfinale der Hallenkreismeisterschaften trennten sich der FSV Hohe Luft und die SG Hessen/SpVgg. mit einem 2:2-Remis. In dieser Szene hat Nuhan Sis (am Boden) vom FSV den Schuss von Felix Reiche abgeblockt. Die Szene beobachten Tobias Habryka (links) und Torhüter Waldemar Hafner. Foto: Wenzel

Obersuhl. Die SG Rotensee/Wippershain/Schenklengsfeld als neuen Hallenkreismeister des Fußballkreises Hersfeld-Rotenburg hatten wohl die wenigsten auf der Rechnung.

Das Team um Spielertrainer Andjelko Urosevic steigerte sich von Spiel zu Spiel, überzeugte am Ende mit 23 Treffern und nahm am Ende verdient den Siegerscheck entgegen. Im Finale gegen den Gruppenligisten FSV Hohe Luft übernahm Urosevic selbst die Verantwortung, als er einen umstrittenen Strafstoß zum entscheidenden 2:1-Endstand sicher verwandelte. Seinem Führungstreffer ließ er noch einen Pfostenknaller folgen.

Insgesamt investierte die SG mehr, dem FSV blieben nur Konter. Einen davon schloss Tobias Habryka zum zwischenzeitlichen Ausgleich ab. Am Ende wurde es für die Vereinigten noch einmal brenzlig, doch rettete der Kreisoberligst den Vorsprung letztendlich über die Zeit. „Ich bin zufrieden, darauf können wir für die Feldrunde aufbauen“, so ein nicht enttäuschter FSV-Coach Paco Garcia nach dem Schlusspfiff. Sein Pendant Urosevic war natürlich vollends zufrieden. „Wir haben tolle und spannende Spiele gesehen und sind stolz, erstmals den Titel errungen zu haben.“

Im Viertelfinale hatte der Sieger nur beim 2:2 im Auftaktmatch gegen die SG Hessen/SpVgg. Punkte gelassen. Die Partie gegen den FSV Hohe entschied man mit 3:1 für sich. Im Halbfinale „erschoss“ Simon Kraft mit einem Hattrick den TSV Herfa praktisch im Alleingang. Der Anschlusstreffer zum 1:3 durch Alexander Deringer kam zu spät. Ein wahres Feuerwerk brannte in der zweiten Begegnung der FSV Hohe Luft gegen den FC International Bad Hersfeld ab. Dominik Eyerich (2), Steffen Glenz (2) und Dominik Oelschläger, brachten dem FC, für den Deniz Kesebir traf, mit 5:1 eine deutliche Niederlage bei.

Champagne schlägt zu

Bis zur Schlussminute blieb das Spiel um Platz drei zwischen dem TSV Herfa und FC International spannend. Bayron Sahins Führungstreffer glich TSV-Spielertrainer Christian Kraus zunächst aus. Als alle sich schon auf ein Achtmeterschießen einstellten, schlug Nicholas Champagne zu und sicherte dem FC den dritten Rang. Im Viertelfinale hatte es zwischen den beiden keinen Sieger gegeben. Der TSV konnte beim torlosen Remis dabei eine doppelte Überzahl nicht nutzen.

Als Hecht im Karpfenteich erwiesen sich im Viertelfinale C-Ligist SG Gudegrund/Konnefeld und B-Liga-Vertreter TV Braach. Beide Teams platzierten sich am Vormittag in der Zwischenrunde überraschend vor dem stärker eingeschätzten ESV Hönebach. Der TV durfte sogar bis zum letzten Viertelfinalspiel von der Teilnahme an den Endrundenbegegnungen träumen. Ein Remis hätte dem Team von Coach Günther Börner gegen den TSV Herfa gereicht, doch scheiterte der fünffache Torschütze René Steinhauer in Schlussphase zweimal an TSV-Keeper Philipp Stunz und so blieb es beim 2:1 für den TSV.

Ein bemerkenswerter Achtungserfolg gelang der SG Gudegrund/Konnefeld. Zwar unterlagen die Kicker von Betreuer Alfred Wilhelm erwartungsgemäß den beiden Finalisten im Viertelfinale, bezwang aber überraschend den Gruppenligisten SG Hessen/SpVgg. nach Treffern von Mario Pawlinsky und Lars Schmidt mit 2:1. Felix Reiches sechster Treffer für die Hessen war am Ende zu wenig.

Titelverteidiger auf Rang acht

Titelverteidiger 1. FV Bebra konnte an die guten Leistungen der Vorrunde nicht anknüpfen. Von Spiel zu Spiel ließ die Mannschaft von Trainer Wolfgang Poweleit nach und musste sich am Ende mit Rang acht begnügen. Zu den Überraschungen der Titelkämpfe gehörte sicherlich das frühzeitige Ausscheiden des SV Rotenburg und des SV Heenes. Die Rotenburger brachten dem späteren Sieger zwar die einzige Niederlage des Spieltages bei, offenbarten aber schon beim 1:1 im Auftaktmatch gegen die SG Heinebach/Osterbach Schwächen.

Von Thomas Becker

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