Festspielstadt patzt gegen Schlitzerland

+
Nils Fischer (rechts) von der SG Festspielstadt  attackiert seinen Gegenspieler. 

War‘s das für die  SG Festspielstadt im Kampf um den Gruppenliga-Klassenerhalt? Gegen  Schlitzerland kassierte das Team eine bittere 1:2 (1:1) Niederlage.

Er war der überragende Spieler auf dem Platz, der in der 60. Minute für die aus Sicht der „Blauen“ bittere Entscheidung sorgte. Marius Hampl, Dreh- und Angelpunkt im Gästespiel, verwertete eine Eingabe von Fabio Steube aus Nahdistanz zum 1:2. Zwar gab es wegen einer möglichen Abseitsposition Proteste von Seiten der Gastgeber, doch das Tor zählte und besiegelte so eventuell schon den Abstieg des Heimteams. Schlitzerland kam gut aus den Startlöchern und hatte das frühe 0:1 auf dem Fuß, als eine Eingabe von Fabio Steube von Kapitän Andy Rakk abgefälscht wurde, Torwart Fabian Brunner aber prächtig reagierte (3.).

Danach ließ Hampl, dem die Abwehr unerklärlich viel Platz ließ, seine Klasse aufblitzen. Erst verzog er knapp (11.), dann rettete Rakk seinen Schuss zur Ecke (22.). Eine Uhrzeigerumdrehung später brachte sein Eckball, den Steube unhaltbar ins hohe Eck köpfte, die Führung. Während Schlitzerland früh Druck aufbaute und aggressiv zu Werke ging, war vom Heimteam bis dahin nichts zu sehen. Kein Tempo, wenig Ideen - so war dem Gast nicht beizukommen. Zudem gingen viele Anspiele verloren, sodass auch die Stürmer in der Luft hingen. Hatte man sich mit der Verlegung auf den Kunstrasenplatz „verzockt“, hatte sich der vermeintliche Vorteil ins Gegenteil umgekehrt? Es sah so aus. Umso überraschender fiel dann das 1:1 durch Philipp Prokopenko, der einen Freistoß von Adrian May ins Tor spitzelte (30.). „Da waren wir selbst schuld“, haderte Gästecoach Simon Grosch. Sein Team zog sich nach der Führung zurück und bot den Gastgebern mehr Räume an. Kurz vor der Pause setzte dann Steube aus 16 Metern ein Lebenszeichen der Gäste (40.), ehe auf der Gegenseite erst Prokopenko Torwart Hans-Peter Schwarz prüfte und „Emma“ Crawford aus Nahdistanz den Ball nicht richtig traf (42./43.) Nach dem Wechsel war zwar das Bemühen der Hersfelder erkennbar, in Führung zu gehen, aber die Mittel dafür reichten nicht. Es fehlte der Geistesblitz, die geniale Kombination, um das Tor zu erzielen, was dann Hampl letztlich für die Gäste gelang. Dennoch: Chancenfrei war die SG nicht, hatte allein Crawford drei Möglichkeiten, die aber ihr Ziel nicht fanden (75., 78. 90.). Für Schlitzerland hatte zuvor Steube die Chance zum 1:3 (72.), die er aber liegen ließ. „Es war wie immer – wir haben Chancen, treffen aber nicht“, zog Co-Trainer Tobias Grimmer enttäuscht Bilanz.

VON MICHAEL RIMKUD 

Kommentare