Fußball-Gruppenliga 

Festspielstadt ist zu Lolls zurück in der Spur

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Zeig’ mir die Hände: Hersfelds Spielertrainer Roman Prokopenko (rechts) klatscht mit Emmanuel Crawford nach dessen Torerfolg zum 1:0 ab. Wenig später musste sich der Torschütze nach einer Verletzung auswechseln lassen.

Asbach. Rechtzeitig zum Lollsfest sind die Fußballer der SG Festspielstadt zurück in der Spur. Im Aufsteigerduell der Gruppenliga besiegte das Team den Gegner aus Oberzell mit 4:2.

Wer erst zur zweiten Halbzeit nach Asbach gekommen war, der hatte eine spannende erste Hälfte verpasst. Angetrieben von Trainer Prokopenko wollten die Hersfelder die Partie gewinnen, übten von Beginn an großen Druck aus. Ausgangspunkte für gefährliche Situationen waren unter anderem auch Adrian May, Benjamin Augustin und Lukas Müller-Siebert. In der 15. Minute schon stellte sich der erste Erfolg ein. Prokopenko spielte den Ball „Emma“ Crawford in den Lauf und der fackelte nicht lange und schoss das Leder halbhoch aus 14 Metern über den Torwart – 1:0.

Drei Minuten später erhöhte der Spielertrainer selbst auf 2:0. Was war das nur für ein Tor? Nach Zusammenspiel mit Lars Schlensog auf halbrechter Position zielte er genau in den rechten oberen Winkel – der Schuss kommt vielleicht in die engere Auswahl zum Tor des Monats. Der Vorsprung machte die Hersfelder unvorsichtig. Als Valentin Ankert nach einer Ecke kurz angespielt wurde, stand es 2:1 und nur fünf Minuten später stand es nach einem Freistoß und einem Schuss von Simon Ankert 2:2 (29.). Die Hersfelder konnten sich glücklich schätzen nicht in Rückstand zu geraten, denn Keeper Fabian Brunner wehrte mit einem Reflex einen Schuss von Simon Ankert ab.

Es war die Erfahrung von Daniel Pfalzgraf zu verdanken, dass die Gastgeber in Minute 36 wieder in Front gingen. Der Abwehrspieler mogelte sich bei einem Freistoß von Prokopenko vom langen auf den kurzen Pfosten – und köpfte den Ball ins Tor – 3:2. Pech hatte Crawford, als er in der 38. Minute von Johannes Statt rotwürdig gefoult wurde – der Übeltäter aber dafür nur Gelb sah. Der Hersfelder Stürmer, der bis dahin gut drauf war, musste sich auswechseln lassen und kam mit einer dicken Binde ums Knie wieder zurück.

„Ich muss mich dafür entschuldigen, so etwas geht nicht“, sagt Gästetrainer Frank Kühltau. „Dafür müsste der Johannes eigentlich 50 Euro in die Mannschaftskasse zahlen.“ Rot sahen dafür aber zwei andere Spieler. Zum einen Oberzells Keeper Robin Dorn die Ampelkarte, als Prokopenko im Strafraum fiel und Dorn den Ball wegschlug – eine umstrittene Entscheidung.

Den fälligen Elfer verwandelte Tim Emmerich. Auch Mike Löffert sah nach nach einem zweiten Foul Gelb-rot. „Schade, die zweite Hälfte hätte genauso gut werden können. Je weniger ihr wurdet, desto schlechter sind wir geworden“, sagt Prokopenko zu Kühltau, „wir haben dann das Ergebnis nur verwaltet.“

Festspielstadt - Oberzell 4:2 (3:2)

Festspielstadt:

Brunner Pfalzgraf, Pavic, Emmerich, Crawford (40. P. Prokopenko), Schlensog, Kahya, R Prokopenko (68. Pepic), Müller-Siebert, Augustin, May

Oberzell/Zünt.: Dorn (56.. Statt), Föller (62. Kühltau), Ankert, Beck, Statt, Müller, Münch, Löffert, Ankert (81. D. Kühltau), Heil, Lingelbach.

SR: Henkel (Ufhausen).Z: 100 Tore: 1:0 Crawford (15.), 2:0 Roman Prokopenko (19.), 2:1 V- Ankert (24.), 2:2 S. Ankert (29.), 3:2 Pfalzgraf (36.), 4:2 Emmerich (57., FE).

Gelb-Rot: Dorn (55.), Mike (75.)

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