Lollslauf: Favoriten und Fabelzeiten

Bad Hersfeld. Wer in Bad Hersfeld vorn mitlaufen will, der muss fit sein und auch die Lauftaktik beherrschen. Nicht nur, weil die Konkurrenz sehr stark ist.

Sondern auch weil die Strecke ihre Reize hat: Enge Straßen, unterschiedlicher Straßenbelag mit leichten Steigungen und Gefällstücke – das fordert die Läufer heraus. Überraschungssieger und fabelhafte Zeiten hat es in der Vergangenheit gegeben.

Wie in Stein gemeißelt

Wie in Stein gemeißelt steht der Streckenrekord des Kenianers Rodgers Rop aus 2003. Der spätere Sieger des New-York-Marathons spulte die Halbmarathonstrecke bei der vierten Auflage des Lollslaufs in einer Zeit von 1:03:15 herunter. Ein Jahr zuvor war der Streckenrekord bei den Frauen durch die Rumänin Dorothea Gruca aufgestellt worden (1:13:31 Stunde).

Dem Streckenrekord im Halbmarathon bei den Frauen am nächsten kommt Lisa Hahner, die in der Zeit von 1:14:05 Stunden in 2015 im Ziel ankam. Die Hahner-Zwillinge haben sich auch in diesem Jahr wieder angemeldet. „Sie werden in diesem Jahr nur über zehn Kilometer starten, sind aber da genauso Favorit obwohl sie den Lollslauf wahrscheinlich nur ein Erholungslauf ist“, sagt Heide Aust, die Pressesprecherin des Lollslaufs. Die Hahners hatten vor kurzem an großen Marathon-Wettbewerben teilgenommen. Lisa startete in Südafrika, Anna vor kurzem in Berlin. Die Rimmelserin wurde dort als Fünftplatzierte in einer Zeit von 2:28:34 Stunden beste Europäerin. Spitzenzeiten über zehn Kilometer (34:08 Minuten) schaffte Simret Restle-Apel in 2005 über diese Distanz, bei den Männern lief der Langstreckenläufer Terefe Desalegn aus Äthiopien Bestzeit in 30:12 Minuten.

Orth deutet sein Talent an

Erstaunlich: Bei den Jugendlichen deutete Florian Orth, heute zigfacher Deutscher Meister über die Mitteldistanzen, schon in 2004 in Hersfeld sein großes Talent an. Der Schwalmstädter gewann vor 13 Jahren den Schüler-Lollslauf über 1,3 Kilometer. Ob sich Vorjahressieger Ilyas Iman über die Halbmarathon-Distanz starten wird, ist noch offen. „Er hat sich auch im vergangenen Jahr erst kurzfristig angemeldet“, erklärt Aust.

Beim Mannschaftslauf ist das Team von Grün-Weiß Kassel großer Favorit, eines der letzten Teams, die sich im Internet angemeldet haben. Die Mannschaft um Jens Nerkamp will vorn mit dabei sein. „Es wird wahrscheinlich wieder ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit dem Team der Partnerstadt Sumperk geben“, sagt die Lollslauf-Sprecherin.

Über fünf Kilometer wird auch wieder Max Knof an den Start gehen. Der aus Königslutter bei Braunschweig stammende Mittelstreckenläufer mit Hersfelder Wurzeln hat schon fast ein Abonnement auf den Titel. Fünfmal siegte er über fünf, einmal über die Zehn-Kilometerstrecke. Diesmal gehört er wieder zu den Favoriten über fünf Kilometer. Wahrscheinlich kommt es dann zum „ewigen Duell“ mit dem Kohlhäuser Philipp Stuckhardt.  

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